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DDR-Popstar „Bummi“ ist tot

vier Gitarren

Der einstige DDR-Popstar Ralf Bursy, besser bekannt als „Bummi“ ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Bekannt wurde er gegen Ende der 1980er Jahre, unter anderem mit seinem Song „Eh‘ die Liebe stirbt“.

1986 startete Bursys Karriere mit dem Kassenschlager „Eh‘ die Liebe stirbt“ in der DDR-Hitparade. In der TV-Sendung „Bong“ gewann er mehrfach den Preis „Silberner Bong“. Nach der Wende allerdings endete Bursys Karriere schlagartig. Zwar arbeitete er noch eine Weile als Produzent hinter den Kulissen, zog sich dann jedoch aus der Musikbranche zurück.

Ralf Bursy bereits am Montag gestorben

Bereits am Montagabend ist Ralf Bursy in Berlin gestorben, wie das Musikmagazin „Good Times“ unter Berufung auf den Freundeskreis des Musikers bekannt gab. Bursys Ehefrau bestätigte der „Bild“-Zeitung schließlich den Tod von „Bummi“, der schon längere Zeit krank gewesen sein soll. Er wurde nur 66 Jahre alt.

Ralf Bursy wurde am 18. Januar 1956 in Berlin geboren. Dort erlernte er zunächst den Beruf des Maschinenbauers, absolvierte aber auch noch ein Fernstudium Gesang an der Musikhochschule. Bei der Hardrockband Regenbogen sang er ab 1977. Zunächst wurden Songs von Uriah Hepp und Deep Purple gecovert, später folgten eigene Lieder der Band. Zwei Jahre später wechselte Bursy zur Band Keks und ab 1981 war er Mitglied der Rockgruppe Prinzip.

„Amiga-Quartett“ brachte den Durchbruch

1986 schließlich hat die staatliche Plattenfirma Amiga eine EP mit vier Solotiteln Bursys in der Reihe „Amiga-Quartett“ veröffentlicht. Eine der Singles, „Eh‘ die Liebe stirbt“, entwickelte sich zum Hit und machte Bursy zum Schwarm der DDR-Jugend. 1987 veröffentlichte der Musiker sein Album „Wind im Gesicht“. Dieses wurde in einer Umfrage unter 15.000 Lesern, TV-Zuschauern und Radiohörern in der Kategorie „Rock/Pop“ zur „Lieblingsplatte“ gewählt.

Auch der Titelsong der Platte wurde zum Hit, genauso wie „Kalte Augen“ oder „Lebensroulette“. Das Musikvideo zu „Warten in der Dunkelheit“ in seiner Schwarz-Weiß-Nebeloptik brauchte sich auch nicht hinter den westdeutschen Musikvideos zu verstecken.

Nach der Wende hat Bursy noch mit Nena an einem Projekt gearbeitet, allerdings ging die Plattenfirma in Konkurs. 1992 erklärte Bursy der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Buchungen von einem Tag auf den anderen weg waren. In der Folge konzentrierte sich „Bummi“ auf die Studioarbeit für andere Künstler. 2003 schließlich ging aus einem Bericht der „Bild am Sonntag“ hervor, dass Bursy zwei Damenunterwäsche-Boutiquen betreibt. Der „Super Illu“ gegenüber erklärte er zwar, dass er sein Comeback in der Musikbranche plane, allerdings wurde daraus nichts. Lediglich einige Auftritte auf Ostalgie-Veranstaltungen absolvierte der Künstler noch.

Quelle: feb