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Das EU-Parlament hat eine neue Präsidentin: Roberta Metsola

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Um 9:00 Uhr begann am 18. Januar 2022 die Wahl des neuen Präsidenten des EU-Parlaments. Das Resultat stand schon zwei Stunden nach Beginn der Vorstellung der Kandidaten fest.

Die neue Präsidentin des EU-Parlaments heißt Roberta Metsola. Sie erhielt die dafür notwendige absolute Mehrheit. Das geht aus einer gegen 11 Uhr veröffentlichten Meldung auf der offiziellen Website des Europaparlaments hervor. Damit konnte sich Roberta Metsola erfolgreich gegen die Mitbewerberinnen Alice Kuhnke, Kosma Zlotowski und Sira Rego durchsetzen und nimmt ab sofort den Platz des am 11. Januar 2022 verstorbenen David Sassoli ein. Sassoli hatte bereits in Vorfeld angekündigt, für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Welche Erfahrungen bringt Roberta Metsola als neue Chefin des EU-Parlaments mit?

Roberta Metsola gehört der Fraktion der Europäischen Volkspartei an. Die 1976 gegründete und in Brüssel beheimatete Partei stellt mit aktuell knapp 180 Abgeordneten die größte Fraktion im Europaparlament und vertritt einen christdemokratischen Föderalismus auf europäischer Ebene. Bei der Wahl der neuen Präsidentin des EU-Parlaments gibt es ein Kuriosum, denn sie erfolgte zum Geburtstag von Roberta Metsola. Sie erblickte am 18. Januar 1979 in St. Julians in Malta das Licht der Welt. Bereits seit dem Spätherbst 2020 gehärte Roberta Metsola zu den mehr als ein Dutzend umfassenden Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten des Europaparlaments. Dazu gehörten ab 2019 drei Vertreter/-innen aus Deutschland. Dabei handelt es sich um Katarina Barley, Rainer Wieland und Nicola Beer.

Was ist zur neuen Präsidentin des EU-Parlaments noch wissenswert?

Im Staatsdienst von Malta sammelte Roberta Metsola bereits ab dem Jahr 2004 erste Erfahrungen. 2012 wechselte sie als Rechtsberaterin zur maltesischen Vertretung bei der Europäischen Union. Im EU-Parlament ist die Mutter von vier Kindern seit dem Jahr 2013 als Abgeordnete tätig. Sie hat Rechtswissenschaften studiert und ihr Studium mit dem akademischen Grad einer Doktorin abgeschlossen. Bereits während der Studienzeit engagierte sie sich politisch und wurde beispielsweise vom Dachverband European Democrat Students zur Generalsekretärin gewählt.

Quelle: Europaparlament