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Coronavirus lässt zahlreiche Großevents platzen

Ampullen mit Blutproben

Das Coronavirus, alias Covid-19, breitet sich in immer mehr Länder aus. Allein am 27. Februar 2020 meldete die WHO Fälle aus neun zusätzlichen Ländern. Dem Virus fallen zahlreiche Großveranstaltungen zum Opfer.

Wie der SRF berichtete, hat das Coronavirus dazu geführt, dass in der Schweiz ab sofort ein Verbot für alle Großveranstaltungen ab 1000 Teilnehmern gilt. Das Veranstaltungsverbot wurde vorerst bis zum 15. März 2020 befristet.

Welche Veranstaltungen werden durch das Coronavirus in der Schweiz gekänzelt?

Zu den Opfern dieser Maßnahme gehört auch der Genfer Autosalon 2020. Die Geneva International Motor Show sollte vom 5. bis zum 15. März 2020 stattfinden. Die Veranstalter hatten sich dazu entschlossen, die Fachmesse auch nach der Absage einiger Aussteller durchzuführen. Die Anordnung des Bundesrats der Schweiz macht ihnen nun einen Strich durch die Rechnung. Insider fürchten gravierende Folgen für die Veranstalter und die Messe selbst. Die Veranstalter erleiden massive wirtschaftliche Schäden. Auch die Austeller haben teils erhebliche Investitionen in ihre Teilnahme am Genfer Autosalon getätigt. Maurice Turrettini (Chef der Genfer Messe) hofft auf das Verständnis der betroffenen Teilnehmer und Gäste, die bereits Tickets erworben haben. Die zwangsweise Absage der Geneva International Auto Show mit dem Ziel, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, könnte durchaus das endgültige Aus für die Fachmesse bedeuten.

Welche weiteren Events kickt das Coronavirus ins Aus?

Fußballfans müssen darauf verzichten, die Spiele ihrer Favoriten vor Ort in den Stadien zu verfolgen. In der Schweiz werden die Spiele der Super League und der Challenge League vor leeren Zuschauertribünen stattfinden. Auch die Basler Fastnacht fällt dem Coronavirus zum Opfer. Ähnlich ergeht es auch den Fans von Skisportwettkämpfen. Zuschauer dürfen beim Finale des Weltcups im alpinen Skilauf in Cortina d’Ampezzo in Italien in der vierten Märzwoche 2020 nicht dabei sein. Inzwischen werden auch erste Stimmen laut, die mit Blick auf das Coronavirus eine Verschiebung der Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2020 sowie der Olympischen Spiele in Tokio fordern. Dazu gehören beispielsweise Infektionsexperten der nationalen Gesundheitszentren in Japan. Aktuell ist bereits eine Verkürzung der Strecke für den Olympischen Fackellauf im Gespräch.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf Arztpraxen und den Handel?

Die ersten Auswirkungen der Entwicklung der Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten sind in Deutschland bereits zu spüren. Der Einzelhandel stellte am Donnerstag und Freitag zahlreiche Hamsterkäufe fest. Zitat der Kassiererin einer Netto-Filiale im Umfeld unserer Redaktion: „So voll wie gestern und heute sind die meisten Einkaufswagen nicht einmal vor Weihnachten oder Ostern.“ In den Arztpraxen müssen sich Patienten auf längere Wartezeiten als sonst einstellen. Viele Hausärzte ziehen die Untersuchungen von Patienten mit grippeähnlichen Symptomen aus Sicherheitsgründen vor, während Patienten mit anderen Symptomen in die Warteräume geschickt werden. Sprechstundenhilfen kommen mit der Beantwortung eingehender Anfragen kaum noch nach. Wie verunsichert viele Menschen sind, zeigt eine von uns beobachtete Situation in einem Warteraum. Ein gerade eingetroffener älterer Herr putzte sich 1 x die Nase. Eine seiner Sitznachbarinnen zog daraufhin demonstrativ den Pulloverärmel über die Hand und hielt die so präparierte Hand vor Mund und Nase, bis sie von der Sprechstundenhilfe aufgerufen wurde.

Quelle: AFP, SRF, eigene Beobachtungen