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Coronakrise: Berliner bieten neuerdings Fassadenkino an

Brandenburger Tor

Die Coronakrise fordert die Kreativität der Menschen heraus. Eines der neuesten Ergebnisse ist das Fassadenkino in Berlin. Allerdings stammt die Idee (genau wie die Idee der Balkonkonzerte) aus Italien.

Das Fassadenkino in der deutschen Hauptstadt ist das Resultat einer Initiative der Berliner MetaGrey GmbH. Dort arbeiten Architekten mit Lichtspezialisten zusammen, um beispielsweise denkmalgeschützte Immobilien mit speziellen Beleuchtungskonzepten perfekt in Szene zu setzen.

Wie funktioniert das Fassadenkino in Berlin

Die Berliner Architekten schlossen sich mit den Betreibern der Programmkinos zusammen und unterstützten zuerst die Spendenkampagne „Window Next“. Ihr Ziel war es, geeignete Fassaden von Gebäuden in der Hauptstadt zur Kinoleinwand zu machen. Die erste Aktion dieser Art wurde bereits erfolgreich gestartet. Nun sollen unter dem Motto „Fortsetzung: Folgt“ weitere Aktionen finanziert werden. Inzwischen haben sich auch einige Filmverleiher zu einer Unterstützung entschlossen. Sie haben für das Projekt Fassadenkino eine ganze Palette von Filmen zur Verfügung gestellt. Dazu gehören beispielsweise „Shaun das Schaf – UFO-Alarm“, „Der Himmel über Berlin“, der Dokumentarfilm „Loving Vincent“, „Cleo“ und „The Artist“. Zu Beginn sollen die Filme ohne Ton mit Untertiteln gezeigt werden. Damit wollen die Macher die Akzeptanz der Anwohner prüfen. Geplant ist eine Erweiterung auf das Fassadenkino mit Ton. Die Finanzierung dieser Events erfolgt komplett über Spenden. Eigens dafür wurde eine Spendenkampagne bei StartNext eingestellt. Sie läuft noch bis zum 24. Juni 2020 und soll als Coronahilfe an die Berliner Programmkinos gehen. Stand 24. April 2020 ist bereits eine Summe von mehr als 100.000 Euro zusammengekommen.

Wer kann sich für das Fassadenkino in Berlin bewerben?

Genaue Angaben dazu finden sich auf der eigens für das Fassadenkino eingerichtet Website WindowFlicks. Notwendig für eine Bewerbung ist eine große Wand, die sich für die Projektion eignet. Darauf muss freie Sicht von mindestens 20 Wohneinheiten möglich sein. Die „Kinologen“ für das Fassadenkino werden sowohl Balkone als auch Fenster akzeptiert. Für die erfolgreiche Bewerbung ist ein Foto der Projektionswand von einem Fenster oder Balkon notwendig. Als Bewerber kommen sowohl Mieter als auch Vermieter, Eigentümer sowie Baugenossenschaften in Frage. Bei der positiven Entscheidung dürfen sich die Bewerber aussuchen, welcher Film bei ihrem Fassadenkino-Event gezeigt wird. Die Verwaltung der deutschen Hauptstadt unterstützt das Vorhaben.

Quelle: StartNext, WindowFlicks, Stadtverwaltung Berlin