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Coronaimpfung: Zahl der Verdachtsfälle für tödliche Nebenwirkungen gering

Nurse giving an injection

Wie gefährlich sind die möglichen Nebenwirkungen der Coronaimpfung? Die Bundesregierung hat inzwischen offizielle Zahlen vorgelegt.

Die Auskunft über die Zahl der Verdachtsfälle für tödliche Nebenwirkungen der Coronaimpfung war Gegenstand einer Kleinen Anfrage von AfD-Bundestagsabgeordneten. Dazu liegt mittlerweile die Antwort der Bundesregierung vor. Die dort benannten statistischen Daten belegen, dass das Risiko, an den Folgen einer Coronaimpfung zu versterben, mit Blick auf die Gesamtzahl der verabreichten Impfdosen sehr gering ist.

Wie viele Verdachtsfälle für einen Tod durch die Impfung gibt es bisher?

In Deutschland wurden vom Start der ersten Impfungen gegen COVID-19 bis Ende März 2022 insgesamt 112 Verdachtsfälle gemeldet, bei denen der Anfangsverdacht mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bestätigt wurde. Dabei weist die Verteilung auf die einzelnen Impfstoffe gravierende Unterschiede auf. Insgesamt entfallen 75 Verdachtsfälle auf den Impfstoff Vaxzevria von Astra Zeneca. 20 Verdachtsfälle wurden nach einer Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty von BionTech gemeldet. In 17 Fällen ergaben sich Hinweise auf tödliche Nebenwirkungen des Impfstoffs von Janssen (Johnson & Johnson). Beim Vakzin Spikevax (Moderna) und Nuvaxovid (Novavax) gab es nach den Angaben der Bundesregierung bisher keine Hinweise auf bestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Coronaimpfung.

Der Anteil der tödlichen Komplikationen ist sehr gering

Diese Aussage bestätigt sich bei einem Blick auf die bisher in der Bundesrepublik Deutschland verabreichten Impfdosen. Bis zum 22. April 2022 wurden insgesamt 45.678.431 Dosen des Serums Comirnaty von BionTech verimpft. Außerdem landeten 9.278.636 Dosen des Impfstoffs Vaxzevria von Astra Zeneca in den Armen der Impfwilligen. Die Gesamtzahl der verimpften Dosen des Janssen-Impfstoffs belief sich zeitgleich auf 3.610.601. Bei 5.114.424 Impfungen befand sich das Vakzin Spikevax von Moderna in den Spritzen. Insgesamt wurden außerdem 56.952 Dosen des Vakzins Nuvaxovid von Novavax verimpft. Das heißt, bei Astra Zeneca beläuft sich die Quote der Verdachtsfälle für tödliche Nebenwirkungen auf rund 0,00081 Prozent (8 Fälle auf eine Million Impfdosen). Beim Janssen-Vakzin liegt sie bei 0,00047 Prozent (4,7 Fälle auf eine Million Impfdosen) und beim Vakzin Comirnaty von BionTech sogar nur bei rund 0,000044 Prozent (4,4 Fälle auf 10 Millionen Impfdosen). Wer sich beispielsweise Reiseimpfungen gegen Malaria oder Gelbfieber verabreichen lässt, geht ein millionenfach höheres Risiko ein.

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 20/1421, RKI Impfquotenmonitoring