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Brutale Einbrüche bei Umsätzen für Kinofilme verzeichnet

Clapboard Cinema Entertainment

Auch die „Traumfabrik Hollywood“ leidet unter den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Einnahmen bei den Filmpremieren sind massiv eingebrochen.

Für die Macher der aktuellen Kinofilme sind die massenhaften Schließungen der Kinos in immer mehr Regionen der Welt eine wirtschaftliche Katastrophe. Das zeigt ein Blick auf die offiziell gemeldeten Umsätze vom letzten Wochenende. Sie liegen bei einem Bruchteil der normalerweise erzielten Einnahmen. Bei vielen Filmen ist fraglich, ob überhaupt die zur Produktion eingesetzten Kosten eingespielt werden können.

Welche Kinofilme sind derzeit von den Umsatzeinbußen betroffen?

Am 13. März 2020 ging mit „Bloodshot“ der neueste Film mit Vin Diesel an den Start. Normalerweise bringen Actionfilme mit dem weltbekannten Amerikaner Spitzengewinne. Ein gutes Beispiel ist „Avengers: Endgame“ aus dem Jahr 2019. Dort schlugen fast 2,8 Milliarden Dollar zu Buche. Allein in den USA kamen am Premierenwochenende rund 357 Millionen Dollar zusammen. Der neueste Streifen „Bloodshot“ brachte es auf dem heimischen Markt am Premierenwochenende durch die zahlreichen Kinoschließungen gerade einmal auf 10,5 Millionen Dollar. Aus 50 weiteren Ländern kamen lediglich rund 13 Milliarden Dollar zusammen.
Dem neuesten Disney-Abenteuer mit dem Titel „Onward“ erging es ähnlich. Disney profitierte lediglich davon, dass die Premiere bereits am 6. März 2020 stattfand, also bevor in vielen Ländern und auch in großen Teilen der USA die Kinos ihre Pforten schließen mussten. Nachdem Donald Trump zum Wochenende den Notstand verhängte, brachen die Umsätze auch bei „Onward“ massiv ein. In den USA kamen am zweiten Februarwochenende (Freitag bis Sonntag) gerade einmal noch rund 10 Millionen Dollar zusammen. Insgesamt belaufen sich bei dem Disney-Film die Einnahmen auf rund 60,3 Millionen Dollar aus den USA und 41,4 Millionen Dollar aus dem Ausland.

Premierentermine für zahlreiche Kinofilme wurden verschoben

Das Coronavirus wirbelt die Terminpläne bei den Filmpremieren kräftig durcheinander. Die Auswirkungen dürften sich bis ins nächste Jahr hineinziehen. Universal hat die Premiere für „Fast 9“ abgesagt und für das Jahr 2021 neu terminiert. Für andere Premieren, die bis Ende Main geplant waren und abgesagt wurden, gibt es bisher noch keine neuen Termine. Dazu gehören beispielsweise „Mulan“ (Disney), „A Quiet Place Part II“ (Paramount) sowie „No Time To Die” (MGM). Verschiebungen bei den Premieren neuer Kinofilme wird es auch durch die Unterbrechungen bei Dreharbeiten geben. Betroffen davon sind zum Beispiel „Mission Impossible 7“ sowie „The Last Duel“ mit Ben Affleck und Matt Damon in den Hauptrollen.

Coronavirus-Krise beeinflusst auch TV-Programm und Streaming-Portale

Fans der Serie „Lucifer“, die seit der Staffel 4 im Auftrag von Netflix produziert wird, müssen etwas länger auf die neuen Episoden der finalen 5. Staffel warten. Aber auch bei anderen Erfolgsserien pausiert die Produktion. Beispiele dafür sind „Herr der Ringe“, „The Goldbergs“, „Atlanta“, die Krimireihe „Law & Order: SVU“, „Grey’s Anatomy“, alle Ableger von „NCIS“ sowie „Chicago Fire“, „Chicago PD“ und „Chicago Med“. Außerdem werden sich beispielsweise die neuen Folgen von „New Amsterdam“ und „Bull“ sowie die Produktion von zahlreichen Pilotfilmen für neue Serien verzögern. Fernsehfans sollten sich deshalb vorsichtshalber bereits auf viele Wiederholungen einstellen. Einige deutsche Sender helfen dabei, die Auswirkungen der Schulschließungen zu minimieren. Sie haben ihre Sendepläne geändert und Lehrfilme sowie lehrreiche Dokumentationen zusätzlich ins Programm aufgenommen.

Quelle: Box Office, Filmstudios