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Bob Dylan blickt auf 60 Jahre professionelle Bühnenkarriere zurück

vier Gitarren

Am 11. April 2021 ist es genau sechs Jahrzehnte her, dass Bob Dylan seinen ersten professionellen Auftritt als Musiker hatte. Wir nehmen das zum Anlass, um den amerikanischen Musiker vorzustellen.

Die Gelegenheit für den ersten professionellen Auftritt bekam Bob Dylan bei einem Konzert des 2001 Bluessängers und Gitarristen John Lee Hooker. Dadurch geriet er ins Blickfeld der Vertreter von Plattenfirmen, die ihn als Mundharmonikaspieler für die Aufnahmen zu einem Studioalbum von Harry Belafonte verpflichteten. Ein Artikel in der New York Times sorgte für die Aufmerksamkeit des Talentscouts John Hammond. Er verhalf auch beispielsweise Bruce Springsteen, Aretha Franklin und Billie Holiday zu ersten Erfolgen. Über John Hammond erhielt Bob Dylan im Herbst 1961 den ersten Plattenvertrag.

Der Weg von Bob Dylan zu einem weltweit bekannten Erfolgsmusiker

Bob Dylan erblickte am 24. Mai 1941 im US-Bundesstaat Minnesota mit dem bürgerlichen Namen Robert Allen Zimmerman das Licht der Welt. Seine Liebe zur Musik erkannte er schon sehr früh. Zu den musikalischen Vorbildern seiner Jugend gehörten beispielsweise Buddy Holly, Chuck Berry und Hank Williams sowie John Steinbeck und Elvis Presley. Schon in früher Jugend bekam er Klavierunterricht von einem Cousin, entschied sich aber sehr schnell für die Gitarre. 1959 zog Bob Dylan nach St. Paul (ebenfalls Minnesota) um und mietete sich in einem Künstlerviertel ein. Ein Jahr später stand für ihn fest, dass er nicht ins väterliche Unternehmen eintreten, sondern stattdessen eine Karriere als Berufsmusiker einschlagen wollte. Seine Eltern gewährten im daraufhin eine Probezeit, nach der sein erzielter Erfolg entscheiden sollte. Mit seinem ersten Plattenvertrag konnte er die Bedingungen seiner Eltern kurz vor Ablauf der Probezeit erfüllen.

Wie verlief die weitere Karriere von Bob Dylan?

Im Jahr 1962 kam sein erstes Album heraus. Einen ersten Welterfolg erzielte er 1963 mit der Veröffentlichung des zweiten Albums. Der Titel „Blowin‘ in the Wind“ schaffte es in den Billboard Charts bis auf den zweiten Platz und hielt sich stolze 93 Wochen in den britischen Charts. Er eroberte sich in der Folge den Status einer Anti-Kriegs-Hymne und wurde von zahlreichen Künstlern gecovert. Dazu gehörten beispielsweise Neil Young, Stevie Wonder und Elvis Presley. Die erste Tournee absolvierte Bob Dylan im Jahr 1963 zusammen mit Joan Baez. Ab Mitte der 1960er Jahre wechselte er seinen Musikstyle weg von der reinen Folkmusik hin zu elektronisch verstärkter Rockmusik. Das brachte ihm anfänglich heftige Kritik seiner Kollegen und Fans ein. Doch der Erfolg zeigte, dass diese Entscheidung richtig war, denn die folgenden Alben konnten sich durchweg Spitzenplätze in den britischen und amerikanischen Charts sichern.

Trendwende ab dem Ende der 1970er Jahre und das erfolgreiche Comeback

Ab 1978 gab es diesbezüglich mit Ausnahme des Albums „Slow Train Coming“ eine Flaute. Nach der Jahrtausendwende legte Bob Dylan eine künstlerische Pause ein. 2006 meldete er sich mit dem Album „Modern Times“ mit einem Paukenschlag zurück auf den Spitzenplätzen mehrerer Charts. Das Album holte in den USA und in Großbritannien für die Verkaufszahlen Platin sowie Gold in Deutschland und der Schweiz. 2020 gelang ihm ein weiterer großer Erfolg mit dem Album „Rough and Rowdy Wars“. Es landete in den USA auf Platz 2 und belegte in Deutschland, der Schweiz und Österreich den Spitzenplatz. Bob Dylan zählt heute zu den erfolgreichsten Musikern der Welt und erhielt als erster Songwriter einen Nobelpreis für Literatur.

Quelle: Nobel Foundation, Charts, Discogs