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Ausbildungsverträge in Deutschland: Jungen werden bevorzugt

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Im Vergleich zu 2010 ist die Zahl der Ausbildungsverträge deutlich gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor.

Gleichzeitig stieg im Vergleichszeitraum die Anzahl der Ausbildungsverträge, die mit Angehörigen von Drittstaaten abgeschlossen wurden. Besonders stark fällt die Steigerung bei Auszubildenden aus, die aus als Asylbewerber aus einem der Top-8-Herkunftsländer nach Deutschland kamen.

Wie sieht die Statistik rund um die Ausbildungsverträge genau aus?

Im Jahr 2010 verzeichnete Deutschland insgesamt 1.508.328 Auszubildende. Bis zum Jahr 2017 ging die Zahl auf 1.323.894 junge Menschen in der Berufsausbildung zurück. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der Ausbildungsverträge leicht an und belief sich auf 1.330.764 Lehrverträge. Die Zahlen für das Jahr 2019 liegen nach den Angaben der Bundesregierung noch nicht vor. Eine kräftige Steigerung war zeitgleich bei Lehrlingen aus Drittstaaten zu beobachten. Sie erhöhte sich von 2010 bis 2018 um 13.896 auf nunmehr 71.131 ausländische Lehrlinge. 2010 zählten 2.403 Auszubildende zu den Asylbewerbern aus den Top-8-Zuwanderungsländern. 2018 wurden 33.036 Lehrlinge dieser Herkunft verzeichnet. Die Zahl der Auszubildenden aus anderen EU-Ländern erhöhte sich von 19.656 im Jahr 2010 auf 31.851 im Jahr 2018. Das belegt, dass Deutschland auch bei jungen Menschen aus den Staaten der Europäischen Union ein beliebtes Ziel für Auswanderungen ist.

Wie ist die Lage bei der Berufsausbildung in den einzelnen Ländern?

Bei der Betrachtung der Zahlen aus dem Jahr 2018 landet Berlin mit 38.694 Auszubildenden auf dem ersten Rang. Hamburg bringt es zeitgleich auf 31.623 Lehrlinge und Bremen auf 14.538 Ausbildungsverträge. In der Kategorie der Flächenländer schafft es Nordrhein-Westfalen mit 299.232 Auszubildenden auf den ersten Platz. Auf den Rängen finden sich Bayern mit 241.749 Lehrlingen und Baden-Württemberg mit 190.959 Zöglingen in der Berufsausbildung. Schlusslicht bei den Flächenländern der Bundesrepublik ist das Saarland, wo sich im Jahr 2018 gerade einmal 16.068 in der Berufsausbildung befanden. Mecklenburg-Vorpommern schrammt mit 19.623 Ausbildungsverträge nur knapp an „der roten Laterne“ vorbei. Zu den fünf Letztplatzierten gehören außerdem Thüringen (25.956 Lehrlinge), Brandenburg (26.160 Lehrlinge) und Sachsen-Anhalt mit 26.700 Auszubildenden im Jahr 2018. Außerdem fällt auf, dass der Anteil der jungen Männer in der Berufsausbildung deutlich höher als der Frauenanteil ist. Das trifft durchweg auf alle Bundesländer und Stadtstaaten zu und zeigt sich auch in der bundesweiten Statistik. 2018 gab es deutschlandweit 850.866 in Berufsausbildung befindliche Männer und gerade einmal 479.898 weibliche Auszubildende. Die Demografie sieht anders aus, denn statistisch betrachtet stehen in Deutschland 105,8 männliche Babys 100 weiblichen Babys gegenüber.

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 19/17072
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