Arbeitsagentur erwirtschaftet Überschuss

Die Bundesagentur für Arbeit hat das Jahr 2019 mit einem Überschuss abgeschlossen. Trotzdem ist die Stimmung nicht gerade optimistisch, da die Zeichen für das neue Jahr schlechter stehen.

Insgesamt 2,1 Milliarden Euro betrug der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erwirtschaftete Überschuss 2019. Wie BA-Vorständin Christiane Schönefeld erklärte, rechne man für das Jahr 2020 jedoch mit einem Defizit. Die schwächelnde Konjunktur dürfte dafür sorgen, dass 2020 ein Minus im Haushalt klafft. Dann müsse man an die Konjunkturrücklage ran, die bis Ende 2019 immerhin auf 25,8 Milliarden Euro geklettert ist und damit einen neuen Rekordwert erreicht hat.

Wie sind die Aussichten für 2020?

Für das laufende Jahr rechnet die BA mit steigenden Ausgaben für Weiterbildungen und das Arbeitslosengeld. Zwar geht man auch von einer weiter wachsenden Beschäftigung, nicht jedoch von einer Senkung der Arbeitslosigkeit aus. Schönefeld erklärte, dass die Situation am Arbeitsmarkt ungewiss sei.

Zwar habe man einen Beschäftigtenrekord zu verzeichnen, gleichzeitig steigen die Ausgaben für Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld. Die BA geht für 2020 von einem Minus von 1,3 Milliarden Euro aus. Dies lässt sich auch darauf zurückführen, dass der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung zum Jahresbeginn auf 2,4 Prozent gesenkt wurde.

Die Ausgaben der BA

Im letzten Jahr konnte man einen um 1,6 Milliarden höher als geplanten Überschuss erzielen, und das, obwohl mit dem Jahreswechsel 2018/2019 der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent gesenkt wurde.

Allerdings lag der Überschuss 2018 mit 6,2 Milliarden Euro noch deutlich höher. Erste Spuren hat die Konjunkturdelle den Angaben zufolge bei der BA bereits hinterlassen. Vor allem in den Bereichen Arbeitslosen- und Insolvenzgeld sind die Ausgaben deutlich stärker als angenommen gestiegen. Beim Kurzarbeitergeld verdreifachten sich die Ausgaben sogar auf 157 Millionen Euro. 1,5 Milliarden Euro zahlte die BA für Weiterbildungen für Arbeitslose und Beschäftigte. Auch hier ergab sich ein Anstieg von 200 Millionen Euro gegenüber 2018.

Quelle: rts