18.000 Arbeitsplätze fallen Sanierung der Deutschen Bank zum Opfer

Die Deutsche Bank plant einen radikalen Umbau. Schon seit Tagen halten sich Gerüchte über einen signifikanten Stellenabbau. Jetzt hat das Unternehmen bestätigt, dass man das Investmentbanking auf ein Minimum reduzieren will. Tausende Arbeitsplätze sind betroffen.

Nach einer Aufsichtsratssitzung hat die Deutsche Bank den Rückzug aus dem weltweiten Aktiengeschäft sowie eine Verkleinerung des Handels angekündigt. Bis Ende 2022 solle der radikale Konzernumbau rund 7,4 Milliarden Euro verschlingen, wie die Deutsche Bank bestätigte.

18.000 Stellen sollen gestrichen werden

Nach den Spekulationen über Stellenstreichungen hat der DAX-Konzern jetzt offizielle Zahlen vorgelegt. Demnach sollen bis 2022 18.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Nach dem Umbau sollen nur noch 74.000 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Aufgrund der massiven Kosten für den Konzernumbau muss das Unternehmen im zweiten Quartal einen Verlust von 2,8 Milliarden Euro nach Steuern ausweisen. Schon im Mai hatte Konzernchef Christian Sewing bei der Hauptversammlung „harte Einschnitte“ angekündigt. Seit April 2018 ist der einstige Privatkundenchef als Leiter der Bank der tätig. Er sieht vor allem Kürzungen im Kapitalmarktgeschäft als wichtig an.

Investmentbanking – Goldgrube wird zum Reinfall

Das Investmentbanking umfasst den Handel mit Wertpapieren und Devisen aller Art. Auch die Betreuung von Firmenübernahmen, Fusionen und Börsengängen gehört dazu. Vor der Finanzkrise ab 2007 war gerade dieser Bereich des Geschäfts eine wahre Goldgrube für die Deutsche Bank. Er steuerte den größten Teil zum Konzerngewinn bei.

Durch die Krise allerdings wurden auch die Schattenseiten vieler Investmentbanking-Geschäfte deutlich sichtbar. So musste sich der DAX-Konzern jahrelang mit Klagen auseinandersetzen und milliardenhohe Geldstrafen zahlen. Daher musste die Deutsche Bank in den letzten beiden Quartalen auch Verluste hinnehmen.

Quelle: Reuters