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Deutschland: Flussschifffahrt weiter durch Niedrigwasser belastet

Dry river

Niedrigwasserstände an vielen Flüssen machen der Flussschifffahrt in Deutschland noch immer zu schaffen. Das zeigen die aktuellen Pegelstände.

Trotz der vielerorts in den letzten beiden Wochen verzeichneten Regenfälle ist die Schifffahrt in Deutschland weiterhin durch Niedrigwasser im Rhein und der Elbe belastet. Dabei werden die Rekordwerte der Dürrephasen der letzten Jahrzehnte sowie aus dem Sommer 2026 sogar noch unterboten. Die Auswirkungen sind auch für die Fauna der Flüsse und den Tourismus katastrophal. Das beweist ein auf Höhe von Köln-Deutz am 26. September 2026 auf Grund gelaufenes Hotelschiff namens „MS Dutch Melody“.

Pegelstände am Rhein: Neue Rekordwerte prognostiziert

Mitte August 2026 wurde bei Köln-Deutz ein Pegelstand von lediglich 40 Zentimetern gemessen. Innerhalb der letzten drei Tage fiel dort der Pegel von 53 Zentimetern auf 40 Zentimeter. Die Tendenz ist weiter fallend, sodass im Laufe der nächsten 2 bis 3 Tage ein Rekordpegel von nur 36 Zentimetern erwartet wird. Auch an anderen Stellen können die Wasserstände im Rhein nur noch als katastrophal bezeichnet werden. So weist aktuell (28. September 2026 morgens) der Rheinpegel Worms minus 22 Zentimeter auf. Oberwinter verzeichnete zeitgleich minus 19 Zentimeter und Emmerich minus 23 Zentimeter. Die Minuswerte bedeuten, dass der Wasserstand unterhalb des Messpunkts liegt. Er markiert in der Regel den natürlichen Flussgrund. Minuswerte bedeuten also, dass auch die Fahrrinne nicht mehr komplett gefüllt ist.

Elbe führt ebenfalls über weite Strecken extremes Niedrigwasser

Nicht nur die Flussschifffahrt auf dem Rhein wird durch die Niedrigwasserstände beeinträchtigt. Am Oberlauf der Elbe ist die Situation nicht besser. So verzeichnete beispielsweise Dresden am Morgen des 28. September 2026 einen Pegel von 63 Zentimetern. Noch im Laufe des Tages soll er bis auf 56 Zentimeter fallen und nach den aktuellen Prognosen des Landeshochwasserzentrums Sachsen am 1. Oktober 2026 nur noch bei 52 Zentimetern liegen. Die momentane Durchflussmenge liegt am Elbepegel Dresden bei weniger als einem Drittel der Menge, die beim langjährigen Mittel des Wasserstands verzeichnet wird. Auch hier sind bei einem solchen Niedrigwasser Probleme für die Flussschifffahrt (sowohl bei Transporten als auch touristischen Angeboten) an der Tagesordnung.

Quelle: Infoportal ELWIS, Landeshochwasserzentrum Sachsen

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