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Strommix in Deutschland: Welche Trends wurden zuletzt beobachtet?

Electricity pylons and power lines

Im Strommix in Deutschland präsentierten sich zuletzt deutliche Verschiebungen bei den Anteilen der einzelnen Energieträger. Das geht aus offiziellen Daten hervor.

Eines der nach wie vor erklärten Ziele der Europäischen Union und in der Folge der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix in Deutschland kontinuierlich zu erhöhen. Doch im Verlaufe des Jahres 2025 gelang das nicht. Das zeigen die Daten zur Stromproduktion, die von Statistischen Bundesamt am Ende der ersten Märzwoche 2026 dazu veröffentlicht wurden. Dabei gab es gegenläufige Tendenzen bei den einzelnen Arten der erneuerbaren Energieträger.

Plus bei Photovoltaik und Minus bei Strom aus Wasserkraft verzeichnet

Der Anteil von Elektroenergie aus Photovoltaikanlagen konnte von rund 59,7 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024 auf rund 70,1 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2025 gesteigert werden. Das entspricht einem Plus von 17,4 Prozent. Bei der Stromerzeugung aus Biogas wurde zeitgleich ein Minus von 3,0 und aus Windkraft von 3,6 Prozent verzeichnet. Die Windkraft lieferte zuletzt rund 131,3 Milliarden Kilowattstunden Strom. Bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft gibt das Statistische Bundesamt eine Reduzierung von rund 20,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024 auf rund 15,8 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2025 an. Das entspricht einem Minus von 22,5 Prozent. Das schlägt auf den Gesamtanteil der erneuerbaren Energien am Strommix in Deutschland durch. Er lag zuletzt bei insgesamt 256,9 Milliarden Kilowattstunden, was im Vergleich zum Jahr 2024 (rund 257,1 Milliarden Kilowattstunden) ein Minus von 0,1 Prozent bedeutet. Dass dieses Minus nicht wesentlich deutlicher ausfällt, ist der positiven Entwicklung bei Strom aus Photovoltaikanlagen zu verdanken.

Deutschland wird bei der Stromversorgung unabhängiger vom Ausland

Die Abhängigkeit der Deckung des Energiebedarfs von ergänzenden Stromimporten ist ein Thema, das angesichts der globalen Entwicklung eine immer größere Rolle spielt. Doch dabei gibt es sehr positive Nachrichten. Im Jahr 2024 musste Deutschland rund 81,7 Milliarden Kilowattstunden Strom importieren, um den Gesamtbedarf zu decken. 2025 sank der Importanteil auf rund 79,6 Milliarden Kilowattstunden, was ein Minus von 2,6 Prozent bedeutet. Gleichzeitig wurden die Stromexporte von 55,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024 auf 60,2 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2025 gesteigert, was ein Plus von 8,7 Prozent darstellt. Das heißt, der Importüberschuss sank im Vergleichszeitraum um 26,2 Prozent, was mit Blick auf die Unabhängigkeit der Stromversorgung vom Ausland eine sehr gute Nachricht ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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