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Ökostrom-Umlage soll sinken

Vor mehr als zehn Jahren wurde sie eingeführt und seither oft heftig kritisiert. Die Rede ist von der Ökostrom-Umlage. Waren es anfangs noch 0,41 Cent pro Kilowattstunde (Jahr 2003), ist die Ökostrom-Umlage 2014 auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde angestiegen. Experten haben berechnet, dass es jetzt an der Zeit ist, die Ökostrom-Umlage erstmals abzusenken. Als Basis für die Berechnung der Umlage wurden verschiedene Parameter in der Vergangenheit angewendet. Werden diese zugrunde gelegt, würde eine Ökostrom-Umlage von 5,84 statt 6,24 Cent pro Kilowattstunde ausreichen.

Klare Einsparungen für Verbraucher durch sinkende Ökostrom-Umlage

Für Verbraucher würde die Senkung mit deutlichen Einsparungen einhergehen. Zahlen Verbraucher mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr derzeit rund 218 Euro Ökostrom-Umlage könnte dieser Wert durch die Absenkung auf 204 Euro fallen. Hinzu kommt allerdings noch die gesetzliche Mehrwertsteuer mit 19 Prozent.

Die Experten haben berechnet, dass sogar 2016 eine weitere Senkung der Umlage bevorstehen könnte. Auf dem Umlage-Konto befindet sich aktuellen Berechnungen zufolge bereits jetzt ein Milliardenüberschuss.

Ökostrom-Umlage korrekt berechnet

Dass die Berechnungen zur Ökostrom-Umlage korrekt erfolgt sind, wollen die Experten damit begründen, dass sie auch geplante Neuregelungen mit eingerechnet haben. Dazu zählen etwa die Industrie-Rabatte und die Ökostrom-Vergütung. Selbst erste Annahmen für die Berechnung der Umlagen durch die zuständigen Übertragungsnetzbetreiber für die Ökostromproduktion wurden mit berücksichtigt, ebenso wie die Prognosen für die Strompreisentwicklung an der Strombörse.

Verbraucher müssen demnach die Differenz zwischen dem Preis, der für Strom erzielt werden kann und dem Vergütungssatz, der über 20 Jahre garantiert wird, tragen. Fast alle Industriebetriebe sollen einem Zeitungsbericht zufolge künftig eine Befreiung von der Umlage beantragen können. Das geht aus der Ökostromreform von Sigmar Gabriel, dem Bundeswirtschaftsminister, hervor. 219 Branchen sollen eine Befreiung beantragen können, das sind gut 90 Prozent aller im Gesetzentwurf aufgelisteten Branchen.

Ab dem 15. Oktober erhalten Verbraucher Sicherheit, denn dann wird die neue Umlage für 2015 offiziell bekannt gegeben. Wer dagegen jetzt schon sparen will, sollte überlegen, ob nicht ein Wechsel des Stromanbieters interessant sein könnte.