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Was tun gegen Schnecken im Garten? – Teil 1

© Gina Sanders - Fotolia.com

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Ist der Sommer eher feucht, freuen sich die Schnecken und die Gärtner ärgern sich. Vor allem Nacktschnecken machen das Gärtnern zur Qual, denn die Ernte wird von ihnen nicht selten angeknabbert.

Der Nabu empfiehlt, vor allem auf natürlich Fressfeinde zu setzen, wie Igel, Blindschleichen oder Kröten. Diese lassen sich durch einen naturnah gestalteten Garten am besten anziehen. Weiterhin kann man den Boden rund um die besonders gefährdeten Pflanzen schützen, indem man ihn offen hält und nicht mulcht, so kann er schneller abtrocknen.

Trockenheit gegen Schnecken

Grundsätzlich gilt nämlich die Faustregel, dass Schnecken Feuchtigkeit lieben und brauchen, Trockenheit hält sie demnach fern. Rund um die Beete kann man zudem eine breite Schicht Sägemehl und Kalk streuen. Diese rauen Oberflächen werden von den Schnecken gemieden. Gleichzeitig verätzt der Kalk ihre Sohle. Allerdings ist diese Form der Schneckenabwehr bei Regen nur bedingt empfehlenswert und muss häufig wiederholt werden.

Kaffee und Kaffeesatz sind ebenfalls wirksame Mittel zur Schneckenabwehr. Beides ist zwar für Schnecken gefährlich, nicht aber für die Umwelt. Spezielle Schneckenzäune aus dem Fachhandel sollen dagegen helfen, die Tiere abzuhalten, weil sie diese nicht überklettern können.

Schnecken regelmäßig absammeln

Ist der Schneckenbefall stark ausgeprägt, hat es sich bewährt, die Tiere regelmäßig abzusammeln. Hier kann als „Falle“ ein hohl liegendes Brett mit pflanzlichen Abfällen genutzt werden. Auch große Blätter, wie die von Rhabarber dienen Schnecken häufig als Versteck, so dass man sie hier täglich absammeln kann. Diese Maßnahmen sind vor allem sinnvoll, wenn man es mit der Spanischen Wegschnecke zu tun bekommt. Die verdrängt bei starkem Befall nämlich nicht nur andere Nacktschneckenarten, sondern ist auch recht unempfindlich gegen Trockenheit. Aufgrund der extremen Schleimabsonderung wird sie sogar von klassischen Fressfeinden, wie Igel oder Kröte, oft verschmäht.

Gegen welche Schnecken man vorgehen sollte

Trotz aller Wut über die Schnecken, dürfen auch hier nicht alle Tiere über einen Kamm geschert werden. Grundsätzlich erfüllen Schnecken im Garten nämlich auch wichtige Aufgaben, fressen beispielsweise verwesende Pflanzenteile und tote Tiere, zersetzen Pflanzenreste und unterstützen bei der Bildung von Humus.

Zudem sind nicht alle Schneckenarten gleichermaßen gefährlich. Gehäuseschnecken etwa gelten nicht als Schädlinge, da sie sich vorwiegend von totem Pflanzenmaterial ernähren. Die große Weinbergschnecke sollte man ebenfalls im Garten belassen, da sie unter anderem die Eigelege der Nacktschnecken frisst. Gefährlich für die Ernte werden dagegen die Spanische Wegschnecke oder die Gartenweg- und Ackerschnecke.

Quelle: Nabu