Teilen Deutschlands droht am Wochenende Schneechaos

Bis jetzt hat sich der Winter in den meisten Teilen der Bundesrepublik Deutschland zurückgehalten. Am Wochenende wird sich das ändern. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert örtlich Neuschneemengen von bis zu einem Meter.

Das angekündigte Schneechaos in Deutschland hat zwei Seiten. Autofahrer und die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel bekommen Probleme, aber den denjenigen, die den Wintersport lieben, dürften die aktuellen Wetterprognosen Jubelschreie entlocken.

Wie sehen die aktuellen Prognosen des DWD aus?

Für die Alpen und das Alpenvorland hat der DWD bereits eine Warnung vor unwetterartigen Schneefällen am gesamten ersten Januarwochenende 2019 herausgegeben. Im östlichen Alpenvorland können stellenweise ein Meter und mehr Neuschnee zusammenkommen. Für das restliche Alpenvorland werden zwischen 30 und 80 Zentimeter Neuschnee erwartet. Wer in dieser Region unterwegs ist, sollte sich am Wochenende auf erhebliche Staus einstellen und außerdem unbedingt die Schneeketten dabei haben. Am besten ist es, am Wochenende auf unnötige Autofahrten im Süden der Bundesrepublik ganz zu verzichten.

Auch in anderen Regionen muss mit Problemen gerechnet werden

Im Bayerischen Wald soll die Schneedecke am Wochenende noch einmal um etwa 15 Zentimeter anwachsen. Bis zur Oberpfalz werden um die 20 Zentimeter Neuschnee prognostiziert. Auch das Erzgebirge bleibt nicht unverschont. In den süddeutschen Mittelgebirgen könnten bis zu 40 Zentimeter Neuschnee binnen zwei Tagen zusammenkommen. Auf seiner eigenen Warnseite gibt der DWD an, dass örtlich auch mit Unterbrechungen der Stromversorgung gerechnet werden muss. Der Grund ist, dass enorme Schneemengen und Sturmböen aufeinandertreffen.

In den Alpen werden Böen bis zur Windstärke 9 erwartet. Im Flachland können die Sturmböen die Windstärke 7 erreichen. Daraus resultiert ein weiteres Problem, auf welches sich Autofahrer unbedingt einrichten müssen. Es kann stellenweise zu erheblichen Schneeverwehungen kommen. Im Norden der Bundesrepublik werden wärmere Luftmassen wirksam. Die Küstenbereiche bleiben zwar von den Schneemassen verschont, aber sie werden ebenfalls von starken Winden gebeutelt. Der Wind soll sich im Laufe der Nacht zum Samstag noch steigern und erst in der Nacht zum Sonntag nachlassen.

Quelle: DWD