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Sehenswerte Orte der Erde: Das Great Blue Hole in Belize

Der Name Great Blue Hole wird mit „großes blaues Loch“ übersetzt. Der Übersetzung macht die von Mutter Natur geschaffene Sehenswürdigkeit auch alle Ehre, denn sie wirkt auf der Luft wie eine kreisrunde Untiefe im Karibischen Meer vor der Küste von Belize. Seit 1996 genießt das Great Blue Hole als Naturdenkmal den Schutz der UNESCO. Wer sich das Naturschauspiel als Taucher genauer anschauen möchte, sollte sich am besten in Belize City ein Urlaubsquartier suchen.

Was macht das Great Blue Hole so besonders?

Es gibt auf der Erde nur wenige unter Wasser befindliche Höhlensysteme, in denen Stalagmiten und Stalaktiten anzutreffen sind. Stalaktiten sind steinerne Gebilde, welche durch Wasser entstehen, das von der Decke tropft und Partikel von Kalkstein mit sich führt. Allein schon diese Tatsache beweist, dass das Höhlensystem Great Blue Hole nicht immer unter dem Meeresspiegel gelegen haben kann. Der Einstieg zu dem Höhlensystem befindet sich heute in einer Tiefe zwischen 35 und 40 Metern. Dort können von erfahrenen Tauchern Stalaktiten mit bis zu acht Metern Länge und einem Durchmesser von bis zu zwei Metern bewundert werden. Laut Forbes zählt das Great Blue Hole zu den Top 10 der weltweit beliebtesten Tauchgebiete.

Bekannt wurde das Great Blue Hole durch einen Film von Jacques-Yves Cousteau. Der 1910 geborene und 1997 verstorbene Franzose gilt als eine der Legenden im Bereich der Meeresforschung. Seine Liebe zum Meer entdeckte er während seiner Ausbildung zum Waffentaucher bei der französischen Marine. Im Jahr 1950 spendierte ihm die in Irland beheimatete Guiness-Brauerei ein nicht mehr benötigtes Minensuchboot der Britischen Marine, welches er zu einem Forschungsschiff umbaute, das unter den Namen „Calypso“ in die Geschichte der Meeresforschung einging. Ab 1980 war Jacques-Yves Cousteau mit dem neuen Forschungsschiff „Alcyone“ auf den Weltmeeren unterwegs.

Belize ist auch ohne das Great Blue Hole eine Reise wert

Wer einen Urlaub in Mittelamerika verbringen möchte, stößt oft an sprachliche Hürden. Sie sind in Belize kaum zu befürchten, da die Amtssprache Englisch ist. Belize liegt auf der Halbinsel Yucatán und ist eine gute Adresse für Wassersportler aller Art. Die größten Städte an der Küste zum Karibischen Meer sind Belize City, Dangriga, Big Creek und Punta Gorda. Die höchste Erhebung des Landes ist mit 1.122 Metern über dem Meeresspiegel der zum den Maya Mountains gehörende Vicoria Peak. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen bewegen sich aufgrund des tropischen Klimas ganzjährig zwischen 23 und 27 Grad Celsius. Wer in seinem Urlaub in Belize möglichst wenig Regentage haben möchte, bucht am besten in den Monaten Februar, März oder April.

Für Taucher ist nicht nur das Great Blue Hole interessant, sondern hier wartet auch das komplette Belize Barrier Reef auf Erkundung, zu welchem die Inseln Hat Caye, Half Moon Caye, Long Caye, Northern Caye und Sandbore Caye gehören. Hier können auch seltene Tierarten wie Leistenkrokodile und Spitzkrokodile sowie Karettschildkröten und die zu dem Amphibien zählenden Zahnkärpflinge beobachtet werden.

Quelle: NationalGeographic, unc.edu