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Nowitschok-Opfer gestorben | Alltagsmagazin.de

Nowitschok-Opfer gestorben

In der letzten Woche wurde eine Britin mit einer Nowitschok-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Wie Scotland Yard mitteilte, ist die Frau an der Vergiftung gestorben, die Behörden ermitteln jetzt offiziell wegen Mordes.

Die 44-Jährige wurde in der letzten Woche mit einer Nowitschok-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, wie Scotland Yard am Sonntagabend mitteilte. Die Frau stammte aus Amesbury und war letzten Mittwoch mit ihrem 45 Jahre alten Partner zusammen bewusstlos in ihrem Wohnhaus gefunden worden. Im Krankenhaus stellte man schnell fest, dass das Paar dem militärischen Kampfstoff Nowitschok, einem Nervengift, ausgesetzt war.

Lebenspartner des Nowitschok-Opfers weiter im kritischen Zustand

Der Partner des Opfers, das drei Kinder hinterlässt, befindet sich auch weiter in einem kritischen Zustand, so ein Polizeisprecher. Theresa May, die britische Premierministerin, zeigte sich betroffen von der Nachricht. Einer Mitteilung zufolge erklärte sie „Ich bin entsetzt und geschockt“.

Giftanschlag erinnert an Sergej Skripal

Besonders brisant an dem aktuellen Fall: Er erinnert an den Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Julija Anfang März 2018. Nur knapp konnten die beiden dem Tod entkommen und leben mittlerweile an einem geheimen Ort.

In diesem Fall warf London Moskau vor, für den Anschlag auf Skripal verantwortlich zu sein. Schließlich wurde Nowitschok einst in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt, später jedoch experimentierten auch andere Länder damit. Der Kreml streitet diese Vorwürfe allerdings vehement ab, es kam sogar zu einer schweren diplomatischen Krise. In dieser wiesen über zwei Dutzend Länder russische Diplomanten aus, woraufhin Russland mit einem entsprechenden Gegenschlag und seinerseits Ausweisungen von Diplomaten reagierte.

Die Verbindungen zwischen den beiden Fällen sind deutlich: Der jetzige Anschlag fand, genau wie der Anschlag auf Skripal in der Nähe von Salisbury statt. Allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass das Paar versehentlich mit dem tödlichen Nervengift in Kontakt kam. So könnte es möglicherweise eine Spritze oder ein Fläschchen mit Resten des Stoffs gefunden haben, das beim Anschlag auf Skripal und seine Tochter verwendet wurde. Aus den britischen Medien geht hervor, dass das Paar drogenabhängig gewesen sei.

In Amesbury und im 13 Kilometer entfernten Salisbury sperrten die Beamten sechs Areale ab, in denen sich das Paar kurz vor Erscheinen der ersten Symptome aufhielt. Dazu gehören neben einer Apotheke und einer Kirche auch das Wohnhaus des Mannes und ein Hostel, in dem die Frau lebte.

Quelle: Reuters