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Nestlé will verzweifelten US-Eltern helfen

Baby

In den USA ist Babymilch derzeit ein knappes Gut – so knapp sogar, dass immer mehr Eltern verzweifeln und in Panik geraten. Der Schweizer Konzern Nestlé will Abhilfe schaffen und beschleunigt seine Lieferungen von Babynahrung in die USA mittels Flugzeugtransport.

Die außerordentlichen Lieferungen aus der Schweiz und den Niederlanden sollen die extreme Verknappung bekämpfen helfen. Unter anderem soll Säuglingsnahrung, wie Alfamino aus der Schweiz oder Gerber Good Start Extensive HA aus den Niederlanden geliefert werden. Bisher erfolgten die Lieferungen auf dem Seeweg, nun sollen sie auf dem Luftweg geschickt werden.

Babynahrung hat Priorität

Wie eine Sprecherin des Konzerns mitteilte, habe man „diesen Produkten Priorität eingeräumt, weil sie einem wichtigen medizinischen Zweck dienen“. Speziell gehe es dabei um zwei Marken hypoallergener Milch. Insbesondere Eltern von Kindern mit einer Kuhmilcheiweiß-Unverträglichkeit sind vom aktuellen Mangel an Babynahrung betroffen.

Zusätzlich hat Nestlé die Auslastung bzw. die Kapazitäten in den Fabriken aufgestockt und das System optimiert. So könne man mehr produzieren. Allerdings ist Nestlé eigenen Angaben zufolge nur ein kleiner Akteur auf dem Markt für Säuglingsnahrung in den USA.

Arbeitskräftemangel aufgrund Corona führte zu Problemen

In den letzten Wochen gab es in einigen Regionen der USA Lieferschwierigkeiten bei Babymilch. Zunächst waren die Arbeitskräfte aufgrund der Coronapandemie knapp, wodurch Lieferketten beeinträchtigt waren. Dann verknappte sich auch das Verpackungsmaterial. Im Februar musste das Unternehmen Abbot, der Marktführer im US-Babymilchgeschäft, seine größte Fabrik für diese Produkte vorübergehend schließen. Hintergrund waren Hinweise auf Verunreinigungen.

Zwei Babys waren gestorben und es bestand der Verdacht, dass die Todesfälle auf belastete Babymilch zurückzuführen seien. Dieser Verdacht erhärtete sich zwar nicht, allerdings entdeckte die US-Arzneimittelbehörde FDA Unregelmäßigkeiten, so dass die Fabrik geschlossen blieb.

Seit Montag darf die Fabrik nun aber wieder produzieren. Aufgrund des vorübergehenden Mangels hatte man auch den Import von Babynahrung in die USA vereinfacht.

Quelle: AFP