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Nachfrage nach E-Bikes trotz Coronakrise kontinuierlich gestiegen

Charging electric bikes in the city. Urban green transportation. Horizontal

Die Wachstumszahlen auf dem Markt für E-Bikes sind beeindruckend hoch. Auch in Deutschland deutet sich ein dauerhafter Trend zum Elektrofahrrad an.

Das gestiegene Interesse am Kauf von E-Bikes bestätigt eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsberater der Deloitte Ltd., die im Frühjahr 2021 in zwanzig europäischen Ländern durchgeführt wurde. Inzwischen liegen die detaillierten Resultate für den DACH-Raum vor. Deutschland, Österreich und die Schweiz können trotz des gestiegenen Interesses noch nicht ganz an die erhebliche Verbreitung der Elektrofahrräder in Belgien und den Niederlanden anknüpfen.

Wie sehen die Anteile der E-Bikes am Fahrradmarkt in Mitteleuropa aus?

In den Niederlanden und Belgien besitzt rund die Hälfte aller verkauften Fahrräder inzwischen einen Elektroantrieb. Österreich bringt es auf rund 41 Prozent und die Schweiz auf etwa 34 Prozent. Deutschland platziert sich mit einem Anteil von 39 Prozent Elektrofahrräder dazwischen. Markanalysten gingen von einer Steigerung auf 50 Prozent für den Sommer 2021 in Deutschland aus. Dieser Anteil wird nach den ersten Hochrechnungen der Umsatzzahlen auch erreicht. Allerdings gibt es derzeit einen Nachfrageüberhang, weil aufgrund von Corona-bedingten Problemen in den Lieferketten nicht jeder Wunsch nach einem Elektrofahrrad erfüllt werden kann.
Nach den Resultaten der Umfragen besitzen in Deutschland mittlerweile 17 Prozent der Befragten ein E-Bike. Damit bildet die Bundesrepublik das Schlusslicht im DACH-Raum. In Österreich gaben 18 Prozent der Probanden an, ein E-Bike zu besitzen. Der Anteil der Befragten mit einem Elektrofahrrad liegt bei 21 Prozent in der Schweiz, bei 23 Prozent in Belgien und 30 Prozent in den Niederlanden.

Für welche Zwecke werden E-Bikes am häufigsten gekauft?

Beim geplanten Verwendungszweck gibt es deutliche Unterschiede in den Ländern des DACH-Raums. In Deutschland spielt die Nutzung zu Erholungszwecken mit einem Anteil von 33 Prozent die größte Rolle. Auf dem zweiten Platz landen sportliche Zwecke mit 27 Prozent. Rund 22 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, die neuen E-Bikes für den Arbeitsweg verwenden zu wollen. Spitzenreiter bei der Verwendung für den Arbeitsweg sind die Schweiz (34 Prozent) und Belgien (31 Prozent). Bei der Nutzung der E-Bikes für sportliche Zwecke sichert sich Österreich mit 41 Prozent den Spitzenplatz. In dieser Kategorie sind die Niederlande mit 12 Prozent und Belgien mit 18 Prozent die Schlusslichter. Die meisten E-Bikes kommen in den Niederlanden (36 Prozent) zu Erholungszwecken zum Einsatz. Den zweiten Rang in dieser Kategorie teilen sich mit je 33 Prozent Deutschland und Belgien. Schlusslicht ist hier die Schweiz mit 22 Prozent.

Welche Motivationen spielen beim Kauf von E-Bikes noch eine Rolle?

Die Coronakrise hat sich positiv auf die Nachfrage für Elektrofahrräder ausgewirkt. Die Lockdowns haben das Interesse an Outdoor-Aktivitäten verstärkt, die nicht von den Einschränkungen betroffen waren. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen großen Wert auf eine umwelt- und klimafreundliche Mobilität legen. Dieser Trend zeigt sich auch auf Seiten der Unternehmen, wie die Veränderungen bei den Verkaufszahlen für Lastenfahrräder mit Elektroantrieb belegen. Ein weiterer Katalysator für den Trend zum E-Bike findet sich im verstärkten Interesse der Menschen an einem gesundheitsförderlichen Lebensstil. Die größten Veränderungen auf dem Markt für E-Bikes gibt es in den Städten, wo ein PKW für die Erledigung der täglichen Aufgaben auch mit Blick auf die Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht unbedingt erforderlich ist.

Quelle: Deloitte