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Masern-Ausbruch in Köln

In Köln kam es zum größten Masern-Ausbruch der Stadt seit über 16 Jahren. Insgesamt wurden mindestens 68 Fälle gemeldet, in denen Menschen an der hoch ansteckenden Krankheit leiden.

Jetzt hat auch das städtische Gesundheitsamt vor dem Ausbruch der Masern gewarnt. Betroffen sind dabei alle Altersgruppen vom sechs Monate alten Säugling bis zum 62-jährigen Senioren, so das Gesundheitsamt weiter.

Masern breiten sich in ganz Köln aus

Wie das Gesundheitsamt mitteilte, gibt es in den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld vermehrte Masernfälle, allerdings sei das gesamte Stadtgebiet vom aktuellen Ausbruch betroffen. Mit den aktuell 68 gemeldeten Fällen sind schon fast die Zahlen von 2002 erreicht, als laut Robert-Koch-Institut (RKI) 78 Menschen in der Stadt erkrankten. Ein Jahr zuvor gab es sogar fast 500 Masernfälle in Köln. In den übrigen Jahren gingen die Zahlen deutlich zurück und lagen nur bei null bis 43 Fällen.

Problematisch sind die Masern vor allem deshalb, weil sie extrem ansteckend sind. Die Viren, die die Erkrankung auslösen, werden über Tröpfcheninfektion übertragen, es reicht also bereits das Sprechen, Husten oder Niesen einer infizierten Person, um sich anzustecken. Zunächst treten bei einer Erkrankung grippeähnliche Symptome auf, später kommt der charakteristische Hautausschlag dazu. Zusätzlich wird das Immunsystem deutlich geschwächt, so dass weitere Infektionen eine typische Folge der Masern-Erkrankung sind.

In einigen Fällen kommt es zu einer Komplikation – der Gehirnentzündung, die auch als Masern-Enzephalitis bekannt ist. Sie kann tödlich enden oder bleibende Schäden hinterlassen und ist deshalb besonders gefürchtet.

Impfung schützt vor Masern

Mit einer einfachen Impfung kann man sich vor einer Infektion mit den Masern effektiv schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt zwei Impfungen gegen die Masern: Die erste sollte zwischen dem elften und 14. Lebensmonat, die zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat erfolgen. Bei Erwachsenen, die nicht geimpft sind, nur einmal geimpft wurden oder ihren Impfstatus nicht kennen, rät die STIKO dazu, die Impfung nachzuholen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte schon mehrmals gehofft, die Masern in Europa vollständig ausrotten zu können. Zuletzt 2010 und 2015. Allerdings ist die Voraussetzung dafür eine Impfquote von 95 Prozent der Bevölkerung und die wird alleine in Deutschland schon seit Jahren nicht erreicht.

Alleine im letzten Jahr haben sich europaweit 21.000 Menschen mit den Masern angesteckt, 35 sind sogar an den Folgen der Krankheit gestorben. In Deutschland gab es 2017 927 Masernfälle, wobei die meisten in Nordrhein-Westfalen gemeldet wurden.

Quelle: wbr