Gefährdete Tierarten: Der Rote Panda

Auch der Rote Panda, der ebenso auf die Namen Kleiner Panda oder Ailurus fulgens hört, steht auf der Roten Liste der IUCN. Er gilt als „stark gefährdet“, der weltweite Bestand liegt nur noch bei unter 10.000 Tieren mit weiter fallender Tendenz. Der Rote Panda lebt vor allem in der Himalaja-Region Asiens. Er bevorzugt die feuchten Täler des Hochgebirges als Lebensraum. Vor allem in Höhen zwischen 1.500 und 4.000 Metern fühlt er sich wohl. Dabei sollte sein Lebensraum dich mit Büschen und Bambus besetzt sein.

Roter Panda früher als der Große Panda entdeckt

Der Rote Panda wurde erstmals 1821 entdeckt, den großen Panda entdeckte man erst 1869. Der chinesische Name des Roten Pandas lautet „Hun-ho“, was zu Deutsch so viel wie Feuerfuchs heißt. Er weist auf die rotglänzende Farbe des Fells dieser Tiere hin.

Der Rote Panda gehört ganz klar zu den Raubtieren. Im Laufe der Evolution hat er sich jedoch auch an pflanzliche Nahrung angepasst. Darauf deuten Anpassungen im Gebiss der Tiere hin. Bis heute ist der Rote Panda der einzige Vertreter der so genannten Katzenbären. Heute lebt der Rote Panda nur noch an den Hängen des Himalaja-Gebirges. Vor allem die starke Abholzung, die massive Wilderei und die deutliche Überweidung seines ursprünglichen Lebensraumes machen dem Roten Panda zu schaffen.

Wie kann man den Roten Panda schützen?

Schon seit 1999 setzt sich der WWF für den Schutz des Roten Pandas ein. So sollen Wildtiere bei den WWF-Maßnahmen gezielt in geschützten Gebieten angesiedelt werden. Außerdem sollen Naturschutzallianzen aufgebaut und das Management für Schutzgebiete verbessert werden.

Unterstützt werden die Projekte zum Schutz des Roten Pandas auch vom Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ). Der Tiergarten Schönbrunn in Wien unterstützt das Projekt zusätzlich seit 2009. Allerdings lassen sich derartige Projekte nur mit viel Kraft und Engagement umsetzen, schließlich benötigt der Rote Panda, der als Einzelgänger lebt, ein Revier von einem bis zehn Quadratkilometern. Gesellig werden die Tiere erst zur Paarungszeit, trennen sich aber unmittelbar nach der Paarung wieder.

Die Jungtiere werden nach vier bis fünf Monaten Tragezeit geboren. Dabei fallen ein bis vier Jungtiere. Diese leben dann in der ersten Zeit in Baumhöhlen und Felsspalten und öffnen ihre Augen erst ab dem 18. Lebenstag. Nach etwa drei Monaten verlassen sie erstmals ihre Aufzuchtstätte und mit einem halben Jahr trennen sich auch die Jungtiere von der Mutter.

Quelle: WWF