Ebola-Ausbruch im Kongo

Im Kongo gibt es offenbar einen Ebola-Ausbruch. Die Behörden sprechen bereits von 17 Todesfällen aufgrund des gefährlichen Ebolafiebers.

Wie die örtliche Gesundheitsbehörde der Demokratischen Republik Kongo berichtet, kam es in den letzten Wochen in 21 Fällen zu einem hämorrhagischen und mit Blutungen einhergehenden Fieber. 17 der betroffenen Patienten verstarben.

Ebola bereits in zwei Fällen nachgewiesen

Zunächst war unklar, ob es sich tatsächlich um Ebola handelt. Mittlerweile konnte man in zwei von fünf untersuchten Proben die Ebola-Viren nachweisen, wie das kongolesische Gesundheitsministerium bestätigte.

Wie die WHO erklärte, arbeite man bereits eng mit der Regierung des Kongos zusammen, um den neuerlichen Ebola-Ausbruch einzudämmen. Laut offiziellen Angaben sind nicht nur Experten der WHO, sondern auch Experten der Organisation Ärzte ohne Grenzen bereits in den Ort Bikoro im Nordwesten des Kongos gereist.

Der Kongo ist bekannt dafür, dass es hier immer wieder zu kleineren Ebola-Ausbrüchen kommt. Im letzten Jahr starben etwa vier Menschen an der gefährlichen Erkrankung. Das , seither kam es zu acht Ausbrüchen der Krankheit, jetzt liegt der neunte Ebola-Ausbruch vor. Benannt wurde das Virus übrigens nach einem Fluss im Kongo.

Ebola-Impfung eingeführt

Im letzten Jahr hat die Regierung den Einsatz eines Impfstoffs erlaubt, der allerdings offiziell noch nicht zugelassen war, um die weitere Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Die Impfung hatte man bereits mit ersten Erfolgen in der Schlussphase der extremen Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. In Liberia, Sierra Leone und Guinea starben bei dem Ausbruch 2014/2015 über 28.000 Menschen, 11.000 Todesfälle ließen sich direkt auf die Ebola-Infektion zurückführen.

Das Virus kann von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen werden. Einmal beim menschlichen Wirt angekommen, ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich. Erkrankte leiden dann plötzlich an hohem Fieber, Erbrechen und haben starken Durchfall. Sie verlieren dadurch sehr viel Flüssigkeit und es kann sogar zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen kommen.

Quelle: dpa