Buster Keaton wird mit Gedenktag in Los Angeles geehrt

Die Stadtverwaltung Los Angeles hat offiziell bestätigt, dass der 16. Juni 2018 als Buster Keaton Day begangen wird. Für die Organisation der Veranstaltungen ist die International Buster Keaton Society zuständig. Bei den Events werden einige hochrangige Gäste erwartet.

Der Höhepunkt beim Buster Keaton Day wird die Enthüllung einer neuen Gedenktafel sein. Sie startet am 16. Juni 2018 um 16.00 Uhr Ortszeit auf Höhe der Hausnummer 1021 an der Lillian Ave in Santa Monica. Als Stargäste werden Nachkommen des Künstlers sowie der Filmhistoriker Leonard Maltin und Mitch O’Farrel, ein Mitglied des Stadtrats von Los Angeles, erwartet.

Welche Rolle spielte Buster Keaton in der Filmgeschichte?

Der Schauspieler, Komiker, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent erblickte 1895 mit dem bürgerlichen Namen Joseph Frank Keaton im US-Bundesstaat Kansas das Licht der Welt. Er gehörte zusammen mit Harold Lloyd und Charles Chaplin zu den Künstlern, von denen die Zeit der Stummfilme entscheidend geprägt wurde. Er versuchte sich zuerst erfolgreich als Komödienprozent. Dass er letztlich bei rund 150 Projekten als Schauspieler vor der Kamera stand, haben seine Fans dem Misserfolg mit dem Film „Der General“ aus den 1920er Jahren zu verdanken. Seine privaten Auftritte standen in einem krassen Kontrast zu seinen Filmrollen. Dort setzte er der Komik in seinem Business ein so hohes Maß an Ernsthaftigkeit entgegen, dass er den Spitznamen „The Great Stoneface“ (das große Steingesicht) erhielt.

Was leistete Buster Keaton als Künstler?

Die ersten Kurzauftritte in Stummfilmen hatte Buster Keaton ab dem Jahr 1917. Dazu zählen beispielsweise „Der Metzgergeselle“, „Fatty als Brandstifter“ und „Good Night, Nurse!“. In den 1920er Jahren trat er immer wieder als er selbst in Eigenproduktionen in Erscheinung. Beispiele dafür sind „Buster Keaton ist nicht totzukriegen“ und „Busters bunte Bühne“. In den frühen 1950er Jahren wurden Buster Keaton eigene TV-Shows angeboten. Als Schauspieler war er bis zu seinem Tod im Jahr 1966 aktiv. Zu seinen letzten Werken gehörte die Mitwirkung in „Sergeant Dead Head“, „Ein General und noch zwei Trottel“ sowie „Toll trieben es die alten Römer“. Bei jeweils rund 40 Projekten betätigte sich Buster Keaton als Drehbuchautor und Regisseur. Auf sein Konto als Prozent gehen beispielsweise die Filme „Sherlock Holmes Jr.“ (1924), „Estrellados“ (1930) und „Casanova wider Willen“ (1931).

Welche Ehrungen bekam Buster Keaton zu Lebzeiten und danach?

1960 durfte sich der Held der Stummfilmzeit über einen Ehrenpreis der Academy Awards für sein Lebenswerk freuen. Kurz vor seinem Tod räumte er für „Seven Chances“ aus dem Jahr 1925 die Sutherland Trophy der British Film Institute Awards ab. Auf dem Walk of Fame in Santa Monica sind ihm gleich zwei Sterne gewidmet. Buster Keaton erhielt sie im Februar 1960 in den Kategorien Television und Motion Picture. Sie befinden sich auf Höhe der Hausnummern 6321 und 6619 auf dem Hollywood Boulevard. Posthum wurde Buster Keaton in die OFTA Film Hall of Fame aufgenommen. Dort ist er seit 2007 in der Kategorie Acting und seit 2009 in der Kategorie Creative vertreten.

Quelle: International Buster Keaton Society