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Auch Deutschland bleibt von Erdbeben nicht verschont

Immer wieder wird aus aller Welt von schweren Erdbeben berichtet. Die meisten Deutschen denken, dass das Geschehen weit weg ist. Dass es aber auch in Deutschland die Gefahr mittelschwerer Erdbeben gibt, zeigte der vergangene Samstag. Am frühen Abend wurden Tausende Menschen in Südhessen aus der beschaulichen Wochenendruhe gerissen, als die Erde mit einer Stärke von 3,6 auf der nach oben offenen Richterskala bebte.

Welche Folgen hatte das Erdbeben in Deutschland?

Betroffen war die Region rund um Weiterstadt. Die meisten Schäden gar es in einem Ortsteil von Mühlberg, das wiederum zum Kreis Darmstadt-Dieburg gehört. Abgesehen vom Schrecken der Menschen wurden Schäden an rund drei Dutzend Gebäuden festgestellt. Glücklicherweise gab es bei dem Erdbeben in Südhessen keine Personenschäden. Das Erdbeben hatte eine Dauer von etwa zehn Sekunden. Auch wenn es in Deutschland keine besonderen Bauvorschriften in Bezug auf die Erdbebensicherheit gibt, sollten die meisten Gebäude die Erschütterungen eines Erdbebens dieser Stärke gut wegstecken können.

Auch in Albanien wackelte es ziemlich kräftig

Südeuropa bleibt von Erdbeben ebenfalls nicht verschont. Diese Erfahrung mussten am 19. Mai 2014 viele Albanier machen. Dort gab es ein Erdbeben der Stärke 5,1 auf der Richter-Skala. Es ereignete sich rund zehn Kilometer südwestlich von Cerrik. Bereits eine Woche Zuvor hatte die Erde etwa 16 Kilometer nördlich von Konispol (ebenfalls Albanien) mit einer Stärke von 4,9 gebebt. Im Nachbarland Montenegro wurden die Menschen rund um Ulcinj am 21. April 2014 von Wacklern der Stärker 4,5 erschreckt. Andros und Koroni in Griechenland sowie Tekirova in der Türkei traf es mit nur wenigen Tagen Abstand in ähnlichen Stärken.

Die Karte zeigt alle Erdbeben vom 13. bis 20. Mai 2014 mit einer Starke ab 4,5 Richter-Skala. Quelle: off. Seite des USGS
Die Karte zeigt alle Erdbeben vom 13. bis 20. Mai 2014 mit einer Starke ab 4,5 Richter-Skala. Quelle: off. Seite des USGS

Kein Vergleich mit der Häufigkeit schwerer Erdbeben rund um den Pazifik

Die Menschen, die an den Grenzen der Pazifischen Platte leben, müssen sich bei den Erdbeben mit ganz anderen Größenordnungen auseinander setzen. Punta de Burica in Panama traf es am 13. Mai 2014 mit einer Stärke von 6,5 auf der Richter-Skala. In Chile gibt es bereits seit einigen Wochen immer wieder Erdbeben, die eine Stärke von 5,0 oder mehr haben. Das stärkste Erdbeben der letzten Woche ereignete sich in der Nähe von Ifalik (Mirkonesien). Es hatte eine Stärke von 6,6 auf der Richter-Skala. Mit 6,2 nur wenig geringer fiel am 15. Mai 2014 ein Erdbeben auf den Philippinen aus. Und gerade während wir diesen Artikel hier schreiben, wird für Visokai Island im südlichen Atlantik ein Erdbeben der Stärke 5,4 gemeldet. Das alles zeigt, wie viel Energie und Gefahrenpotential rund um den Globus tief unter unseren Füßen lauert.