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Air Asia bietet Flugzeugessen auch am Boden

Air Asia gehört zu den weltweit größten Billig-Airlines. Jetzt will das Unternehmen die Bord-Menüs auch am Boden servieren. In der Begründung hieß es, dass die Nachfrage auch außerhalb des Fliegers groß sei. Allerdings werde man die Rezeptur der Gerichte für den Boden verändern.

Eigentlich ist man froh, wenn man kein Flugzeugessen essen muss. Aber in Asien sieht das offenbar anders aus. Die Inflight-Menüs von Air Asia scheinen so beliebt zu sein, dass die Airline jetzt ein Restaurant in einem der größten Einkaufszentren von Kuala Lumpur eröffnet hat, in dem Fliegergerichte als Spezialitäten angeboten werden.

Flugzeugessen am Boden – was gibt es?

Wie die Restaurant-Managerin Catherine Goh erklärte, habe man in der gesamten „Region einen erheblichen Appetit auf unsere Bordmenüs auch jenseits des Fliegers festgestellt“. Mit der Eröffnung des eigenen Restaurants antworte man auf diese Nachfrage. Unter anderem stehen auf der Speisekarte „Pak Nasser’s Nasi Lemak“ oder „Uncle Chin’s Chicken Rice“. Die beiden Gerichte wurden nach verdienten Angestellten benannt und werden so auch im Flieger serviert.

Nasi Lemak ist Kokosnussreis mit Hühnchen, Sardellen und einem halben Ei. Es gehört zu den beliebtesten Gerichten in Malaysia, so dass es auch an vielen Ständen im Land angeboten wird. Die Variante, die Air Asia anbietet, ist durch eine spezielle Sambal, also eine Chilisauce mit frischen Kräutern und Gewürzen, charakterisiert.

Die Santan-Chefin Goh erklärte, dass das Gericht bereits 2003 eingeführt wurde und seither das meistverkaufte Gericht an Bord ist. Im Schnitt werden 2,8 Millionen Portionen pro Jahr verkauft. Das sind über 7.000 pro Tag oder fünf pro Minute. Häufig werden die Bordmenüs zudem im Flieger bestellt, um sie nach der Landung mit Familie und Freunden zu teilen. Bereits am Tag der Restaurant-Eröffnung wurden ebenfalls 1.500 Portionen verkauft.

Rezeptur an Bord und am Boden unterscheidet sich

Allerdings unterscheidet sich die Rezeptur für die Speisen an Bord und am Boden. Grund dafür: Im Flieger, hoch über den Wolken, sorgt der niedrige Luftdruck dafür, dass die Geruchs- und Geschmacksschwelle steigt. Deshalb müssen Salz, Zucker, Kräuter und Gewürze höher dosiert werden, damit sie vom Gaumen auch wahrgenommen werden.

Deshalb mussten die Rezepturen für die Gerichte aus dem Schnellrestaurant angepasst werden. Airline-Chef Fernandes plant einen weiteren Ausbau des Geschäftsmodells. Insgesamt fünf eigene Restaurants und 100 Franchise-Filialen sind sein Ziel in den kommenden drei bis fünf Jahren. Ein großer Traum wäre auch eine Filiale am Times Square. Insgesamt will Fernandes Air Asia zu einer Lifestyle-Marke machen, bei der auch das Thema Essen natürlich nicht zu kurz kommen darf.

Quelle: abl