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2.000 Kinder von Eltern getrennt: Trumps Null-Toleranz-Politik

Die Null-Toleranz-Politik von US-Präsident Donald Trump hat dramatische, um nicht zu sagen, unmenschliche Folgen. In den letzten zwei Monaten haben die USA 2.000 Kinder von deren Eltern getrennt, die illegal in die USA kommen wollten.

Fast 1.500 Kinder im Alter zwischen zehn und 17 Jahren sind mittlerweile in einem alten Walmart-Einkaufszentrum in Brownsville, Südtexas untergebracht. Sie wurden von US-Grenzwächtern beim unerlaubten Grenzübertritt in die Vereinigten Staaten gefasst. Wie das US-Innenministerium jetzt berichtet, wurden alleine seit Mitte April 2.000 Kinder von ihren Eltern getrennt.

Null-Toleranz-Politik gegen illegale Einwanderung

Zu dieser Zeit etwa hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump damit begonnen, die „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber illegalen Einwanderern an der Südgrenze zu Mexiko durchzusetzen. Vom 19. April bis 31. Mai hat man demnach 1.995 Kinder an der Seite von 1.940 Erwachsenen aufgegriffen, die die Grenze unerlaubt übertreten wollten.

Dass die Kinder nicht gemeinsam mit ihren Eltern inhaftiert werden, sei gängige Norm, hieß es weiter. Stattdessen würden die Kinder in speziellen Einrichtungen, wie dem ausgedienten Walmart-Einkaufszentrum oder in Pflegefamilien untergebracht. Ausnahmen gelten lediglich für Säuglinge, die man nicht von deren Müttern trennt. Die Behörden verteidigen sich mit dem Argument, dass ihnen nur zwei Möglichkeiten blieben: Die illegalen Migranten abzufangen und zu bestrafen oder sie einreisen zu lassen.

Kritik an Null-Toleranz-Politik aus Trumps eigenen Reihen

Mittlerweile regt sich heftige Kritik an dem Vorgehen – auch aus den eigenen Reihen von US-Präsident Donald Trump, aber natürlich ebenso von der Opposition. Nancy Pelosi, Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, bezeichnete die Vorgehensweise als „beschämend“. Trump dagegen wirft Pelosi und ihren Demokraten vor, eine Gesetzesänderung samt Lösung für die Migrantenkinder verhindert zu haben.

US-Justizminister Jeff Sessions war bereits im Vorfeld in die Schlagzeilen geraten. Er hatte Bibelverse zitiert, mit denen die Vorgehensweise gegen Migranten gerechtfertigt werden sollte. Eine dieser Bibelstellen haben die Südstaatler früher übrigens zur Rechtfertigung der Sklaverei verwendet.

Quelle: dpa