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Reisen mit dem Auto nach wie vor auf dem Spitzenplatz

Travel concepts,Travel luggage on the platform.

Wie hat sich das Reiseverhalten der Deutschen in jüngster Zeit geändert? Wie sehen die statistischen Werte im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit aus?

Allein aus Umwelt- und Klimaschutzgründen sollte die Eisenbahn das beliebteste Verkehrsmittel bei Privatreisen und Geschäftsreisen sein. Doch das ist sie nicht, denn Bahnreisen brachten es 2025 gerade einmal auf 19,2 Prozent bei Fahrten, die wenigstens mit einer Übernachtung am Ziel verbunden waren. Dass die Eisenbahn so schlecht abschneidet, dürfte auch an der noch immer hohen Quote von Verspätungen bei den Fernzügen liegen. Busreisen kamen zeitgleich auf einen Anteil von 2,7 Prozent, während Flüge 15,2 Prozent ausmachten. Spitzenreiter war das Auto mit einem Anteil von 60,2 Prozent. Der Hauptgrund dafür ist die Unabhängigkeit von vorgegebenen Abfahrts- und Abflugzeiten. Zudem war 2025 der Kraftstoffpreis im Vergleich zur aktuellen Lage und dem Jahr 2024 deutlich günstiger.

Auslandsreisen: Was waren die beliebtesten Ziele?

Die Zahl der dienstlichen und privaten Auslandsreisen mit Übernachtungen lag mit rund 105 Millionen Reisen im Jahr 2025 um rund 8,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war jedoch ein Plus von 5,4 Prozent zu verzeichnen. In der Rangliste der beliebtesten Länder belegte Italien mit einem Anteil von 12,4 Prozent den ersten Platz. Auf dem zweiten Rang fand sich Österreich mit 11,1 Prozent vor Spanien mit 10,9 Prozent. Unter die Top 5 der beliebtesten Ziele schafften es auch Frankreich mit 8,3 Prozent und die Niederlande mit 7,7 Prozent. Damit gewannen das Rennen die gleichen fünf Länder, die auch in den Vorjahren die Spitzenplätze bei den beliebtesten Zielen für Auslandsreisen belegten.

Deutliches Wachstum bei Inlandsreisen verzeichnet

Bei Inlandsreisen mit Übernachtungen weisen die Statistiken für das Jahr 2025 ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr auf. Mit rund 169 Millionen Inlandsreisen lag die Zahl 2025 sogar um 5 Prozent höher als im letzten Jahr vor Beginn der Coronakrise (2019). Den wichtigsten Beitrag dazu leisteten die dienstlichen Reisen mit einem Plus von 10,5 Prozent im Jahr 2025 im Vergleich zum Jahr 2024. Damit lag die Zahl der Geschäftsreisen nur noch etwa 0,2 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Anzahl der mehrtägigen Privatreisen ging insgesamt binnen Jahresfrist um 2,9 Prozent zurück. Dennoch lag die Gesamtzahl um 6,2 Prozent höher als 2019. Vor allem die Entwicklung bei den Geschäftsreisen ist ein Anlass zur Verwunderung, denn viele Unternehmen hatten während der Coronakrise die wirtschaftlichen und zeitlichen Vorteile der digitalen Treffen für sich entdeckt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Börse Frankfurt

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