Ab 16:45 Uhr gingen bei den Rettungsdiensten in Sachsen unzählige Anrufe ein. Der Grund dafür war eine
Was ist zum Hergang der Amokfahrt in Leipzig bekannt?
Nach den gemeinsamen Angaben der Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Leipzig geschah die Amokfahrt am 4. Mai 2026 gegen 16:45 Uhr in der Grimmaischen Straße. Ein weißer Personenkraftwagen der Marke VW Taigo kam mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 bis 80 Kilometer pro Stunde aus Richtung Augustusplatz in die Fußgängerzone gerast. Trotz mehrerer Kollisionen mit Personen fuhr er weiter und hielt erst im Bereich hinter dem Markt an. Die Bilanz dieser Amokfahrt sind nach dem bisherigen Kenntnisstand zwei Tote und drei Schwerverletzte. Die Behörden der Stadt sprechen aktuell von circa 20 weiteren Verletzten. Die genaue Zahl der insgesamt verletzten Personen lässt sich noch nicht beziffern, denn einige Personen haben trotz ihrer Verletzungen den Ereignisort aus Angst verlassen. Die Ermittlungsbehörden und die Stadtverwaltung gehen davon aus, dass im Verlaufe des Tages noch Meldungen von Verletzten hinzukommen, die sich erst heute bei niedergelassenen Ärzten oder in Krankenhäusern zur Diagnostik und Behandlung vorstellt haben oder noch vorstellen werden.
Wer wurde als Täter der Amokfahrt in Leipzig ermittelt?
Die Identität des Täters konnte binnen weniger Minuten ermittelt werden, denn er wurde noch im Tatfahrzeug sitzend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Leipzig bestätigten sehr schnell, dass es sich um einen 33-jährigen Mann handelt. Er ist Deutscher und wohnt in Leipzig. Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen ist er ein Einzeltäter, bei dem keinerlei politische oder religiöse Motivationen für die Amokfahrt in Leipzig festgestellt wurden. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) gab am Dienstagmorgen an, dass der Mann „erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen“ wurde. Grund der Tat sollen nach den ersten Erkenntnisse Beziehungsprobleme gewesen sein.
Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Amokfahrt in Leipzig?
Zusammen mit dem Fakt, dass er bereits mehrfach Ursache polizeilicher Maßnahmen war, stellt sich die Frage, ob die Amokfahrt hätte verhindert werden können. Sowohl Burkhard Jung (OBM Leipzig) als auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer haben bereits in ihren ersten offiziellen Statements eine umfassende Aufklärung und Auswertung versprochen. Die Stadtverwaltung will zudem ihr Sicherheitskonzept für den Schutz der Menschen in der Innenstadt überprüfen. Am Übergang vom Augustusplatz zur Fußgängerzone in der Grimmaischen Straße gibt es bisher keine Poller. Die am anderen Ende der Fußgängerzone angebrachten Poller haben den Amokfahrer gestoppt und dazu beigetragen, dass er schnell verhaftet werden konnte. Ob die Amokfahrt dazu führt, dass auch die Einfahrt vom Augustusplatz aus Poller bekommt, ist derzeit nicht entschieden.
Quelle: Staatsanwaltschaft Leipzig, Polizeidirektion Leipzig, Stadtverwaltung Leipzig, Landesregierung Sachsen

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