Vereine der Fußball-Bundesliga: Werder Bremen

Die Profikicker von Werder Bremen werden durch die Werder Verwaltungs GmbH betreut, die sich zu 100 Prozent im Eigentum des Sportvereins Werder von 1899 e. V. befindet. Sie haben eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich, waren jedoch bis auf eine Spielzeit seit der Gründung in der deutschen Fußball-Bundesliga aktiv.

Die Geschichte von Werder Bremen startete sehr kurios. Eine Gruppe von Schülern gewann bei einem Wettbewerb im Tauziehen einen Fußball. Sie spielten damit am Stadtwerder und fanden Spaß daran. Daraufhin wurde im Februar 1899 der Fußballverein Werder von 1899 gegründet, dessen erste Mannschaft heute mit der Kurzbezeichnung Werder Bremen antritt. Sie läuft bei Heimspielen im Weserstadion vor bis zu 42.500 Zuschauern im grünen Dress auf. Für Auswärtsspiele werden weiße Dresse mit grünen Streifen genutzt. Als Alternative stehen lila-orangefarbene Dresse zur Auswahl.

Die frühen Erfolge der Kicker von Werden Bremen

Die ersten sportlichen Erfolge stellten sich bereits im Jahr 1903 ein, denn das Team gewann die Meisterschaft in allen drei im Bremen existierenden Spielklassen. 1913 starteten die Kicker bereits in der Norddeutschen Verbandsliga, schieden allerdings nach nur einer Spielzeit wieder aus. Die Bremer schafften es, während des gesamten I. Weltkriegs aufrecht zu erhalten. 1916 holten sie sich erneut den Titel Bremer Meister. Ab 1922 erhielten die Fußballer erstmals einen professionellen Trainer. Allerdings blieb Ferenc Kónya nur für zwei Spielzeiten. Auch die durch das Hitler-Regime eingeführten Änderungen der Ligen im Fußball überstand Werder Bremen gut, denn das Team trat bereits in der ersten Spielzeit nach der Einführung der Gauligen in der Gauliga Niedersachsen an. Zu den bekanntesten Spielern dieser Zeit gehörten Hans Tibulski, Karl Mayer und Matthias Heidemann.

Wie ging es für Werder Bremen nach dem II. Weltkrieg weiter?

Die Nachkriegszeit brachte den Kickern zuerst einige Wirren. Ab März 1946 konnten sie wieder unter ihrem ursprünglichen Vereinsnamen zu den Spielen antreten. Schon ein Jahr später holte sich das Fußballer-Team den Sieg in der Niedersächsischen Fußballmeisterschaft. Ab 1947 trat Werder Bremen in der neu gegründeten Oberliga Nord an, wo die Elf auch bis zur Gründung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963 verblieb. Nach der ersten Spielzeit in der Bundesliga standen die Bremer Kicker auf dem 10. Rang. Im Folgejahr schafften sie es bis auf den Spitzenplatz und holten sich den Titel deutsche Meister. In der Saison 1966/1967 entkamen sie nur knapp dem Abstieg in die 2. Liga. Ansonsten landeten sie in der Fußball-Bundesliga-Tabelle mal in der ersten und mal in der zweiten Tabellenhälfte.

Ab den späten 1060er Jahren ließ die Leistung des Teams immer mehr nach, weshalb mit zahlreichen Spielerkäufen gegengesteuert wurde. Das brachte der Bremer Elf zeitweise den Beinamen „Millionenelf“ ein. Trotzdem verblieb das Team in der zweiten Tabellenhälfte und landete mehrfach auf dem 15. Platz. In der Saison 1979/1980 scheiterte der Kampf um den Klassenerhalt, sodass Werder Bremen in der Spielzeit 1980/1981 in der 2. Bundesliga Nord antreten musste. Dort gelang mit einem 1. Rang zum Saisonende der sofortige Wiederaufstieg in die erste Fußball-Bundesliga. Offenbar war das den Bremern eine Lehre gewesen, denn sie konnten in der Bundeliga in den Folgejahren an die früheren Erfolge anknüpfen und positionierten sich bis zur Saison 1988/1989 durchgängig unter den Top 5. In den Jahren 1988 und 1993 gelang ihnen sogar der Sprung auf den Spitzenplatz.

Leistungsabfall ab Mitte der 1990er Jahre

Von 1996 bis 1998 landete Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga-Tabelle noch im guten Mittelfeld. Das änderte sich allerdings in der Saison 1998/1999, als die Kicker sich nur noch den 13. Rang sichern konnten. Die Wende brachte der Vertrag mit Thomas Schaaf als neuen Cheftrainer. Er führte die Mannschaft zurück an die Tabellenspitze (2003/2004). Diese Saison erwies sich als die erfolgreichste Spielzeit der bisherigen Geschichte der Elf, denn Werder Bremen konnte sich 23 Siege und Unentschieden in Folge sichern. Außerdem holten sich die Kicker in der gleichen Saison den DFB-Pokal. Doch die Norddeutschen konnten das Leistungsniveau trotz zahlreicher guter Spieler nicht auf Dauer halten. Das zweite Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende brachte ihnen einen Absturz in die zweite Hälfte der Fußball-Bundesliga-Tabelle. In der Saison 2012/2013 reichte es zum Spielzeitende nur noch für einen 13. Rang. Seit der Spielzeit 2016/2017 zeichnet sich eine Verbesserung ab.

Top-Spieler der Vergangenheit und das aktuelle Team von Werder Bremen

Die bisherigen Könige unter den Torschützen der Elf sind Ailton, Miroslav Klose, Rudi Völler und Mario Basler. Die meisten Bundesligaspiele für Werder Bremen haben bisher Dieter Burdenski, Horst-Dieter Höttges, Dieter Eilts und Marco Bode absolviert. Die meisten Tore bei den Bundesligaspielen des Teams schossen Claudio Pizarro, Marco Bode, Rudi Völler und Frank Neubarth.

In der aktuellen Saison (2017/2018) treten die Bremer mit den Torhütern Jiri Pavlenka, Michael Zetterer und Jaroslav Dronby an. Für die Abwehr stehen Jesper Verlaat, Luca Caldirola, Ludwig Augustinsson, Marco Friedl, Milos Veljkovic sowie Niklas Moisander, Robert Bauer, Sebastian Langkamp und Theodor Gebre Selassie zur Auswahl. Im Mittelfeld können Fin Bartels, Florian Kainz, Jérome Gondorf, Maximiliam Eggestein, Niklas Schmidt, Ole Käuper sowie Philipp Bargfrede, Thomas Delaney und Zlatko Junuzovic eingesetzt werden. Die Kicker für den Sturm sind Aron Jóhannsson, ishak Belfodil, Johannes Eggestein, Justin Eilers sowie Max Kruse, Milot Rashica und Yuning Zhang. Das Team von Werder Bremen wird aktuell (Stand März 2018) von Florian Kohfeldt mit der Unterstützung von Tim Borwoski und Thomas Horsch trainiert. Für das Tortwarttraining ist Christian Vander zuständig.

Quelle: werder.de