Vereine der Fußball-Bundesliga: Hertha BSC Berlin

Die Elf von Hertha BSC gehörte zu den Mannschaften, die bereits in der ersten Spielsaison der 1963 gegründeten Fußball-Bundesliga antreten durften. Die Kicker aus Berlin haben eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich, die von zahlreichen Wechseln zwischen den verschiedenen Ligen geprägt waren.

Die Kicker der ersten Mannschaft von Hertha BSC Berlin treten bei Heimspielen in den Farben Blau-Weiß an. Bei Auswärtsspielen kommen komplett schwarze Dresse zum Einsatz. Alternativ laufen die Kicker in Rot-Schwarz auf. Die Heimspiele der Elf in der Fußball-Bundesliga werden im Olympiastadion Berlin ausgetragen. Das Stadion wurde für die Olympischen Sommerspiele 1936 errichtet und bietet seit der Komplettsanierung in den Jahren 2000 bis 2004 Platz für bis zu 74.475 Zuschauer.

Die Gründung und ersten Jahre von Hertha BSC Berlin

Der Berliner Fußball Club Hertha 1892 wurde im Sommer 1892 auf eine Initiative der Geschwister Willi und Otto Lorenz sowie Max und Fritz Lindner gegründet. Als Vorbild für den Namen Hertha soll den Überlieferungen zufolge ein gleichnamiger Dampfer gedient haben, auf welchem einer der Gründer kurz vorher gefahren war. Von dessen Design wurden auch die Traditionsfarben Blau und Weiß übernommen. Der Dampfer war noch bis zum Jahr 2010 in Betrieb. Dass der Verein überhaupt erhalten werden konnte, ist Streitigkeiten beim Konkurrenzteam Alemannia 90 zu verdanken, denn einige der Mitglieder wechselten deshalb zu Hertha BSC. Die ersten Spiele trugen die Kicker auf einem Exerzierplatz des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 aus.

Nach einem Start in der Staffel B des VDBV startete Hertha BSC von 1902 bis 1911 in der 1. Klasse des VBB. In der Saison 1911/1912 mussten die Kicker aus Berlin erneut in der B-Staffel antreten, schafften es aber bereits nach einer Spielzeit in die VBB-Verbandsliga, wo sie bis 1919 verblieben. Ab 1920 traten die Fußballer in der Staffel B der VBB-Oberliga an. Von 1924 bis 1932 waren sie in der Staffel A der VBB-Oberliga aktiv und sicherten sich dort durchgehend den Spitzenplatz, weshalb diese Zeit auch „die goldenen Jahre“ der Hertha genannt werden. In den Spielzeiten 1929/1930 sowie 1930/1931 wurden sie sogar deutscher Meister.

Die Entwicklung von Hertha BSC während und nach dem II.Weltkrieg

Ab 1933 gehörten die Kicker von Hertha BCS Berlin zur Gauliga Berlin-Brandenburg und konnten sich vordere Plätze sichern. Das letzte Kriegsjahr brachte ihnen allerdings einen Absturz auf den 8. Tabellenplatz. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Saison aufgrund der Kriegsereignisse vorzeitig abgebrochen werden musste. Nach Kriegsende mussten sich die Herthaner zuerst in der Staffel C der Stadtliga behaupten. 1953 rutschten sie sogar bis in die Amateurliga Berlin ab, kehrten aber bereits nach einer Saison in die Vertragsliga Berlin zurück. Die guten Ergebnisse der Jahre 1959 bis 1963 brachten ihnen den sofortigen Einzug in die neu gegründete Fußball-Bundesliga ein. Dort scheiterte der Kampf um den Klassenerhalt allerdings bereits in der zweiten Saison, sodass die Kicker von Hertha BSC ab 1965 für drei Spielzeiten in der Regionalliga Berlin spielen mussten. 1968 gelang der Sprung zurück in die Fußball-Bundesliga.

Wie ging es für Hertha BSC ab den 1970er Jahren weiter?

Die 1970er Jahre wurden für die Kicker aus Berlin zu einer Erfolgsära, denn sie konnten sich überwiegend Plätze in der vorderen Hälfte der Fußball-Bundesliga-Tabelle sichern. Allerdings endete die Glückssträhne in der Saison 1979/1980, die ihnen den Abstieg in die 2. Bundesliga Nord beschwerte. 1982 gelang ihnen die Rückkehr in die 1. Fußball-Bundesliga, wo sie mit einem Rang 18 allerdings nach nur einer Spielzeit wieder ausschieden. In den folgenden Jahren blieben große Erfolge aus, sodass die Berliner Elf von 1986 bis 1988 sogar in der Amateur-Oberliga Berlin spielen musste. In der Saison 1990/1991 durften sie wieder in den Matches der 1. Fußball-Bundesliga antreten, konnten sich dort aber erneut nicht halten. Erst zum Ende die Spielzeit 1996/1997 schafften sie den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga, wo sie sich bis 2010 halten konnten. In den Jahren 2010 und 2012 rutschten sie erneut in die 2. Bundesliga ab. Seit 2013 sind sie durchgängig in der 1. Fußball-Bundesliga vertreten und liegen in der aktuellen Saison (2017/2018) im guten Mittelfeld der Tabelle.

Welche bekannten Spieler gehörten zu Hertha BSC?

Die Top-Kicker der Vergangenheit wurden im Jahr 2003 zum Vereinsjubiläum in der „Jahrhundertelf“ benannt. Dazu gehörte der Torhüter Gábor Király, der bei insgesamt 198 Ligaspielen dabei war. Die am häufigsten bei Hertha BSC in der Vergangenheit eingesetzten Abwehrspieler waren Arne Friedrich und Eyjólfur Sverissin. Außerdem finden sich in der „Jahrhundertelf“ beispielsweise die Mittelfeldspieler Hanne Sobek, Erich Beer und Marcelinho. Top-Kader im Sturm waren in der Geschichte des Herta BSC Axel Kruse und Michael Preetz. Die bekanntesten Abwehrspieler waren Otto Rehagel und Hans Werner. Obwohl er es nicht in die „Jahrhundertelf“ schaffte, hat auch Mario Basler einige Erfolge bei den Kickern aus Berlin erzielen können.

Mit welcher Crew tritt Hertha BSC aktuell an?

Als Torhüter stehen Hertha BSC aktuell (Spielzeit 2017/2018) Thomas Kraft, Dennis Smarsch, Jonathan Klinsmann und Rune Jarstein zur Verfügung. Bei der Abwehr kommen die Kicker Florian Baak, Jordan Torunarigha, Karim Rekik, Marvin Plattenhardt, Maximilian Mittelstädt sowie Niklas Stark und Peter Pekarik zum Einsatz. Als Mittelfeldspieler stehen Alexander Esswein, Arne Maier, Fabian Lustenberger, Julius Kade, Mathew Leckie, Mitchell Weiser, Ondrej Duda, Palkó Dárdai sowie Per Skjelbred, Salomon Kalou, Sinan Kurt und Vladimir Darida zur Auswahl. Den Sturm bestimmen Davie Selke, Julian Schieber und Vedad Ibisevic. Als Cheftrainer ist Pál Dárdai aktiv. Er bekommt Unterstützung von Rainer Widmayer sowie dem Torwarttrainer Zsolt Petry (Stand April 2018).

Quelle: herthabsc.de