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Studium: Fast jeder zweite Studiengang hat NC

In Deutschland zieht es immer mehr junge Menschen an die Hochschulen. Sie wollen studieren. Die Unis können dem Ansturm kaum gerecht werden und verhängen immer häufiger Zugangsbeschränkungen.

Aktuelle Zahlen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben gezeigt: 42,3 Prozent der Studiengänge im laufenden Semester sind mit einem Numerus clausus (NC) als Zulassungsbeschränkung versehen. Insgesamt hat die HRK 10.500 grundständige Studienangebote dahingehend untersucht, ob es einen NC oder ein Auswahlverfahren gibt. Den Angaben zufolge hat sich der prozentuale Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge im Jahresvergleich kaum verändert. Im letzten Jahr lag er bei 42,1 Prozent.

Weniger Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen

Ein anderes Bild ergibt sich im Langzeitvergleich. So waren im Wintersemester 2009/2010 noch 52 Prozent der Studiengänge mit einem NC belegt. Trotz der hohen Nachfrage nach Studienplätzen sei die Situation beim Hochschulzugang „recht stabil“, erklärte Peter-André Alt, Präsident der HRK. Allerdings sind die Hürden zum Wunschstudium je nach Fach und Standort unterschiedlich hoch.

Tatsächlich zeigen sich große regionale Unterschiede. In Berlin sind die meisten Zulassungsbeschränkungen zu finden, an den Hochschulen in Thüringen dagegen die wenigsten. Bei den Studenten sind die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen besonders beliebt. Da ist es kein Wunder, dass hier die meisten Zulassungsbeschränkungen greifen.

Bachelor oder Master – das sind die Unterschiede

Deutliche Unterschiede ergeben sich auch zwischen Bachelor- und Masterstudiengängen. 42,5 Prozent aller Bachelorstudiengänge sind demnach mit einer Zulassungsbeschränkung versehen. Bei den Masterstudiengängen sind es nur 38,9 Prozent. Allerdings gibt es auch deutlich weniger Master- als Bachelorstudiengänge.

Unterschiede zwischen Universitäten und Fachhochschulen sind dagegen kaum zu bemerken. An den Unis sind 43,5 Prozent der grundständigen Fächer mit einem Zulassungsverfahren versehen, an den Fachhochschulen 42,4 Prozent.

Quelle: him