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Strompreise steigen trotz Preissenkungen

Mit dem neuen Jahr 2015 kamen bei vielen Stromanbietern auch Preissenkungen. Doch diese bringen den Kunden wenig, wie jetzt der CHECK24-Strompreisindex zeigt. In diesem werden die einzelnen Netzgebiete genauer unter die Lupe genommen. Dabei werden die Preise der Grundversorgungstarife, des günstigsten Tarifs des Grundversorgers sowie der zehn günstigsten alternativen Anbieter zugrunde gelegt.

Nach den so ermittelten Daten ist der durchschnittliche Strompreis seit 2007 um 43 Prozent angestiegen. Die Grundversorgungspreise haben sich demnach sogar um 48 Prozent erhöht. Besonders drastisch fällt diese Erhöhung der Grundversorgung in Bayern mit einem Plus von 56 Prozent aus. In Bremen waren die Erhöhungen mit 35 Prozent noch recht moderat.

Strompreissenkungen zum Jahreswechsel wirken sich kaum aus

Trotzdem zum Jahreswechsel 2014/2015 eine regelrechte Preissenkungswelle durch die Reihen der Stromanbieter zog, wirkt sich diese kaum auf den von CHECK24 ermittelten Strompreisindex aus. Im Gegenteil: Die Kosten sind im Januar 2015 gegenüber dem Dezember 2014 gerade einmal um 0,3 Prozent in der Grundversorgung gesunken. Dabei haben 63 Gas- und 356 Stromversorger für das erste Quartal 2015 deutliche Preissenkungen angekündigt oder sogar schon durchgeführt.

Drastische Erhöhung bei der Grundversorgung

Besonders die Grundversorgungskosten machen den Verbrauchern zu schaffen. Wer jährlich etwa 5.000 Kilowattstunden Strom verbraucht, muss Mehrkosten von rund 424 Euro einkalkulieren. Dabei sind diese Mehrkosten in der Grundversorgung sogar noch deutlicher gestiegen und betragen hier rund 490 Euro (48 Prozent). Bei den günstigeren alternativen Tarifen gab es einen moderateren Preisanstieg von rund 32 Prozent, was etwa 302 Euro entspricht.

Vor allem die Preisunterschiede zwischen Grundversorgung und Alternativversorgung wachsen deutlich, wie aus dem Hause CHECK24 zu vernehmen ist. Lag der Preisunterschied im Juli 2007 noch bei acht Prozent, beträgt er im Januar 2015 bereits 21 Prozent. Daher lohnt sich der Wechsel heute mehr als je zuvor.

Die Preiserhöhungen machen sich in Bayern (56 Prozent) und Hessen (51 Prozent) am deutlichsten bemerkbar. Generell sind die Strompreise in den alten Bundesländern mit 48 Prozent deutlicher angestiegen als in den neuen Bundesländern mit 41 Prozent. Trotzdem liegen die Kosten im Osten durchschnittlich immer noch 50 Euro über denen im Westen.

Quelle: Focus