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Skiurlaub bis weit in den Sommer? – 2017 auch in den USA möglich

Der mehrjährigen Dürreperiode im Südwesten der USA folgte ein regen- und schneereiches Winterhalbjahr 2016/2017. Die dort verzeichneten Regen- und Schneemengen übertrafen selbst den langjährigen Durchschnitt an vielen Stellen um bis zu fünfzig Prozent. Stellenweise wurden derart hohe Schneemengen registriert, dass sie die Menge überschritten, die für die gesamten letzten vier Jahre von der NASA aufgezeichnet wurden. Die Saison 2016/2017 gehört zu den schneereichsten Wintern, die sich in den Daten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen finden. Im Mount Rose Ski Tahoe Resort liegt sogar so viel Schnee, dass es im März 2017 mit aktuellen Hilfsmitteln nicht möglich war, die genaue Dicke der Schneedecke zu messen. Einige Skigebiete mussten im Januar wegen zu großen Schneemengen sogar zeitweise schließen.

Welche Folgen haben die enormen Niederschlagsmengen?

Das hat zwei Konsequenzen. Einerseits sind die Wasserreservoire der Region wieder so gut gefüllt, dass es an einigen Staudämmen kritisch wurde. Ein Beispiel ist der Oroville-Damm, wo zeitweise bis zu 180.000 Menschen wegen eines drohenden Dammbruchs evakuiert werden mussten. Die Behebung der dort entstandenen Schäden wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Anderseits profitieren von den Schneemassen die Betreiber der dortigen Skigebiete. Einige Skiressorts können deutlich länger als in anderen Jahren geöffnet bleiben. Damit können die Verluste ausgeglichen werden, die durch die Schließungen im Januar und die schneearmen Winter der letzten Jahre verursacht wurden. Sie gehen davon aus, dass durch die verlängerte Saison mehr als zwei Millionen Besucher mehr als in der Saison 2014/2015 verzeichnet werden.

Skilauf bis weit in den Juli hinein in Kalifornien und Nevada möglich

Die Betreiber der Skigebiete am Mammoth Mountain, am Squaw Valley sowie im gesamten östlichen Teil der Sierra Nevada gaben bereits offiziell an, dass eine Öffnung der Pisten mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Ende Juli oder sogar noch länger möglich ist. Die Betreiber des Skigebiets Squaw Valley gehen 2017 sogar von einer ganzjährigen Skisaison aus. Das bestätigte Andy Wirth, der Chef der Squaw Valley Ski Corporation in einem Interview mit der Tageszeitung „L.A. Times“. Denkbar ist das auch für das knapp zehn Kilometer entfernte Skigebiet Alpine Meadows Resorts.

Auf den Pisten am Mammoth Mountain liegen aktuell noch rund 3,50 Meter Schnee. In der Nähe der Skigebiete warten Schneereserven, die stellenweise bis zu 7,5 Metern hoch sind. Diese Angaben machte Lauren Burke, der Pressesprecher der Betreiber des Skigebiets am Mammoth Mountain. Am Squaw Valley beträgt die aktuelle Schneehöhe derzeit an einigen Stellen noch bis zu neun Meter. Das zieht nach sich, dass nicht alle Pisten geöffnet werden können. Ähnlich ist die Situation im Mount Rose Ski Tahoe Resort. Dort ist für das Wochenende mit dem Memorial Day (28. Mai 2017) ein „no pants weekend“ geplant. Das heißt, an diesem Wochenende sind auf den Pisten Badebekleidung und Kostümierungen erwünscht.

Quelle: L.A. Times