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Senta Berger mit Grimme-Preis für ihr Lebenswerk geehrt

Die Schauspielerin Senta Berger wurde jetzt mit dem Grimme-Preis für ihr Lebenswerk geehrt. Die Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) gilt als höchste Ehrung im deutschen Film- und Fernsehgeschäft. Der Grimme-Preis fürs Lebenswerk wird dabei traditionell erst während der Preisverleihung bekanntgegeben.

Senta Berger als vielseitige Schauspielerin geehrt

In der Begründung für die Preisverleihung berief sich die Jury auf die Vielfalt, die Berger an den Tag lege. Sehr ernste Rollen, wie auch locker-leichte Rollen werden von ihr in Perfektion gespielt. Sie biete eine Genrevielfalt, wie kaum ein anderer Schauspieler und sei in mehr als 100 deutschsprachigen und internationalen Serien, Kinofilmen und Fernsehproduktionen aufgetreten, erklärte das Grimme-Institut im westfälischen Marl weiter.

Bekannt wurde Senta Berger mit Filmen, wie „Kir Royal“, „Die schnelle Gerdi“ oder „Willkommen bei den Hartmanns“. Die Laudatio für Senta Berger hielt niemand Geringeres als die Präsidentin des DVV, die gleichzeitig amtierende saarländische Ministerpräsidentin ist. Annegret Kramp-Karrenbauer würdigte Berger in der Laudatio als echte Charakterdarstellerin, sprach von einer großen Authentizität, mit der Berger starke Frauen verkörpere.

Jan Böhmermann erhielt Grimme-Preis im letzten Jahr

Im letzten Jahr ging der Ehrenpreis der Grimme-Stiftung noch an Jan Böhmermann. Ihm wollte man für seine Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens in der digitalen Welt danken. In diesem Jahr erhielten Böhmermann und sein Team erneut eine Auszeichnung. Ein Spezialpreis für die „engagierte Beobachtung und kluge Reflexion des laufenden Fernsehprogramms wurde ausgelobt.

In der Kategorie Unterhaltung konnte Oliver Polak, der beim Privatsender ProSieben den Late-Night-Talk „Applaus und Raus“ moderiert, einen Grimme-Preis erhalten. Das war dann übrigens auch der einzige Grimme-Preis für einen Privatsender in diesem Jahr.

Insgesamt 15 Produktionen und Einzelleistungen wurden im Rahmen der Gala im Theater der Stadt Marl mit dem Grimme-Preis gewürdigt. Darunter findet sich unter anderem der viel diskutierte Dreiteiler über den NSU, sowie eine Auszeichnung für das Einzelstück „Die Täter: Heute ist nicht aller Tage“. Auszeichnungen erhielten ebenfalls der Finanzkrimi „Dead Man Working“, der Cybergrooming-Thriller „Das weiße Kaninchen“, das Obdachlosen-Drama „Ein Teil von uns“, die Reportage „45 Min: Protokoll einer Abschiebung“, die Dokus „Hundesoldaten“, „Schatten des Krieges“ und „Ebola – Das Virus überleben“, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Grimme-Preis wird bereits seit 1964 jährlich verliehen. Stifter ist der DVV.

Quelle: dpa