Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Sardinien: Sand-Diebstahl steht unter Strafe

Coconut Palm trees on white sandy beach in Saona island, Dominican Republic

Im vergangenen Jahr haben Touristen mehr als 100 Kilogramm Sand, Steine und Muscheln von Sardiniens Stränden mitgenommen: Das ist verboten und so verhängte die Polizei Bußgelder bis zu 3.000 Euro. Im Extremfall droht Sand-Dieben sogar Haft.

Touristen, die Sand oder Muscheln mitnehmen wollten, haben von der Zollpolizei Sardiniens im letzten Jahr Bußgelder bis zu 3.000 Euro ausgesprochen bekommen. Laut CNN waren insgesamt 41 Reisende von den Bußgeldern betroffen.

100 Kilogramm Sand, Steine und Muscheln beschlagnahmt

Wie die italienische Behörde erklärte, habe man 2020 mehr als 100 Kilogramm Sand, Steine und Muscheln von den Stränden Sardiniens beschlagnahmt. Dutzende Touristen hatten die Materialien als verbotene Souvenirs mitnehmen wollen und mussten dann ein Bußgeld zahlen.

Laut Angaben der Polizei wurden Sand, Steine und Muscheln der Natur zurückgegeben. Warum für die Mitnahme von Sand und Co. überhaupt Bußgelder verhängt werden, lässt sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 2017 zurückführen. Dieses besagt, dass das Mitnehmen solcher Erinnerungsstücke unter Strafe steht.

In der Begründung heißt es, dass der Sand ein Gut sei, das der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Vielerorts ist der Sand auf Sardinien besonders weiß und fein, so dass Touristen ihn immer wieder gerne mit nach Hause nehmen. Sand-Diebe müssen deshalb auf Sardinien mit hohen Geldstrafen rechnen, die zwischen 500 und bis zu 3.000 Euro liegen können, abhängig von der Menge und der Qualität der Beute.

Sand-Diebstahl ist ein weltweites Problem

In besonders schweren Fällen können die Behörden sogar Freiheitsstrafen verhängen. Doch wirklich abschrecken können die Strafen nicht, denn das Problem kehrt immer wieder. Im letzten Jahr musste ein französischer Tourist, der Sand in einer Plastikflasche außer Landes geschmuggelt hat, 1.000 Euro Strafe zahlen.

Laut eigenen Angaben führt die Polizei sowohl auf dem Flughafen der Insel, als auch auf verschiedenen Internetseiten, wo der Sand verkauft wird, immer wieder Kontrollen durch. Dennoch ist Sand-Diebstahl kein Problem, das sich auf die Urlaubsinsel Sardinien beschränkt, sondern weltweit auftritt. Auch sind es nicht nur Touristen, die ein Souvenir wünschen. Auch viele Baufirmen benötigen Sand als Rohstoff.

Quelle: mjm