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Planetare Verteidigung: Hat die DART-Mission der NASA geklappt?

Solar system planets set. The Sun and planets in a row on univer

Wie ist die planetare Verteidigung der Erde aufgestellt? Die NASA hat mit der DART-Mission den Versuch der Ablenkung eines Asteroiden durchgeführt.

Asteroiden gehören zu den größten Bedrohungen der Erde aus dem All. Deshalb ist es für den Erhalt des Bestands der Menschen neben vielen anderen Faktoren wichtig, eine gute planetare Verteidigung für den Fall einer bevorstehenden Kollision mit einem größeren Asteroiden zu haben. Hollywood hat den Ernstfall in verschiedenen Filmen bereits „geprobt“. Ein Beispiel ist der Film „Armageddon – Das jüngste Gericht“ aus dem Jahr 1998. Aber reicht die den Menschen zur Verfügung stehende Technik aus, um Asteroiden so von ihrer Bahn abzulenken, dass sie die Erde verfehlen? Das soll beispielsweise die DART-Mission der NASA in der Praxis testen.

Was verbirgt sich hinter der DART-Mission der NASA

Das Kürzel DART steht für den englischen Begriff „Double Asteroid Redirection Test“. Dafür wurde eine spezielle Weltraumsonde entwickelt und am 24. November 2021 von der NASA mit einer Falcon 9-Rakete aus dem Hause Space X in den Weltraum geschickt. Ihr Ziel war der Mond Dimorphos, der zum Asteroiden Didymos gehört. Der kleine Mond hat einen Durchmesser von etwa 160 Metern und soll durch den Einschlag der Weltraumsonde aus der Bahn geworfen werden. In der Folge müsste das auch die Bahn des Asteroiden verändern, zu dem er gehört. Eigens dafür schickte die NASA eine LICIACube mit, die das Geschehen aus der Nähe live aufzeichnen und an die NASA übertragen sollte. Es sieht bisher nach einem Erfolg aus, denn der Einschlag der Raumsonde wurde kurz nach 19 Uhr Eastern Daylight Time Zone vom Kontrollzentrum der Johns Hopkins University offiziell bestätigt. Nun müssen Messungen in den nächsten Tagen zeigen, ob die etwa 570 Kilogramm schwere DART-Raumsonde ihr eigentliches Ziel erreicht hat. Es besteht darin, die Geschwindigkeit von Dimorphos um ein Prozent zu verringern und in der Folge den Asteroiden Didymos minimal von seiner Bahn abzulenken.

Forciert eine konkrete Gefahr die Bemühungen um die planetare Verteidigung?

Auf der Erde belegen zahlreiche Einschlagskrater, dass die Gefahr einer Kollision mit einem größeren Asteroiden nicht nur abstrakter Natur ist. Stattdessen stufen die Wissenschaftler eine solche Kollision lediglich als eine Frage der Zeit ein. Zugkräftige Beweise liefert ein Blick in die Vergangenheit. Der größte Einschlagskrater hat einen Durchmesser von 300 Kilometern und befindet sich in der Nähe der südafrikanischen Stadt Vredefort. Auf dem zweiten Rang der größten Einschläge landet der Krater in der Nähe von Sudbury (Kanada) mit einem Durchmesser von 250 Kilometern. Mit Blick auf die Zukunft ist hauptsächlich der Asteroid Apophis interessant. Er passiert die Erde Mitte April 2029 mit einer errechneten Distanz von etwa 30.000 Kilometern, wobei die Kollisionswahrscheinlichkeit nach den aktuellen Berechnungen bei weit weniger als 1 Prozent liegt. Ebenfalls noch in diesem Jahrhundert (voraussichtlich Anfang September 2095) kommt der Asteroid mit der Kennung 2010 RF12 der Erde sehr nahe. Bei ihm haben die Wissenschaftler eine Kollisionswahrscheinlichkeit von mehr als 6 Prozent errechnet. Jedoch ist er mit 8 Metern Durchmesser im Vergleich zu Apophis (270 Meter) ein Winzling, der aber ebenfalls erheblichen Schaden anrichten kann.

Quelle: NASA