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Jubiläum bei den Universal Studios in Hollywood

Clapboard Cinema Entertainment

Am 8. Juni 2022 werden die Universal Studios 110 Jahre alt. Sie haben den Grundstein zur Entwicklung von Hollywood zur „Traumfabrik“ gelegt.

Die Universal Studios wurden am 8. Juni 1912 von einem gebürtigen Deutschen (Geburtsort Laupheim in Baden-Württemberg) und späteren Wahlamerikaner namens Carl Laemmle gegründet. Laemmle gehörte zu den Pionieren bei der Entwicklung und Verbreitung der Spielfilme fürs Kino und fürs Fernsehen. Er machte diese Kunstform „gesellschaftsfähig“ und erkannte deren wirtschaftliches Potenzial. Bereits im Jahr 1908 durfte er für sich den Rekord in Anspruch nehmen, den bedeutendsten Filmverleih in den USA zu besitzen. 1910 gründete Carl Laemmle das Produktionsunternehmen „Independent Motion Picture Company“. Die heutigen Universal Studios entstanden 1912 durch die Fusion mehrerer kleinerer Filmproduktionen.

Weitere wissenswerte Fakten rund um Carl Laemmle

Von seinem Einstieg als Produzent bis zu seinem Rückzug aus dem Filmgeschäft im Jahr 1936 war Carl Laemmle für rund 400 Projekte verantwortlich. Dass die Idee aufkam, selbst ein Produktionsstudio zu gründen und dieses mit anderen Firmen zu den späteren Universal Studios zu fusionieren, ist eine nahezu logische Konsequenz seiner vorherigen Tätigkeiten. Anfänglich beschäftigte er sich in einer amerikanischen Textilfirma mit der Optimierung von Werbetechniken. 1906 kaufte er sein erstes Kino und setzte seine Einnahmen aus dem parallel gegründeten Filmverleih für den Kauf weiterer Kinos ein. Binnen kurzer Zeit konnte Carl Laemmle auf diese Weise eine Kette aus mehr als 50 Kinos in den USA aufbauen. Deren Gewinne flossen wiederum in den Aufbau der Universal Studios, die auf dem Gelände einer ehemaligen Hühnerfarm entstanden. Bereits ein Jahr nach der Gründung verzeichnete das Unternehmen mehr als 2.000 Angestellte und war damit einer der bedeutendsten Arbeitgeber in der Frühphase der „Traumfabrik Hollywood“. Zu den frühen Erfolgen der Universal Studios unter der Führung von Carl Laemmle gehörten beispielsweise „Der Glöckner von Notre Dame“ (1923) sowie „Das Phantom der Oper“ (1925). Anfang der 1930er Jahre stieg Laemmle mit seiner Produktionsfirma erfolgreich in das Genre der Horrorfilme ein.

Das Filmarchiv der Universal Studios ist riesig

Die Internet Movie Database listet mehr als 9.000 Film- und Serienprojekte, an denen die Universal Studios in irgendeiner Form beteiligt waren. Der erste Film kam mit dem Titel „The Dawn of Netta“ im Juni 1912 in die Kinos. Zum Portfolio aus den Anfangszeiten gehören weltberühmte Filme wie beispielsweise „Ivanhoe“ und „The Wherewolf“ (beide 1913) sowie „Black Friday“ ((1916). In den 1990er Jahren feierte die Filmproduktion große Erfolge zum Beispiel mit „Kindergarten Cop“ (1990) sowie „King Ralph“ (1991) und „Schindler’s Liste“ (1993) sowie „Apollo 13“ (1995). Das Portfolio wächst ständig weiter, wie ein Blick auf die letzten Jahre, die derzeit laufenden und geplanten Produktionen beweist. 2021 landete beispielsweise die Neuverfilmung von „Nobody“ im Angebot des dazugehörigen Filmverleihs. In den nächsten Tagen kommen unter anderem die Projekte „Jurassic World Dominion“ sowie „Minions: The Rise of Guru“ und „Nope“ in die Kinos. Im Herbstprogramm 2022 sind die Universal Studios beispielsweise mit „Halloween Ends“ und „Ticket to Paradise“ vertreten. Kurz vor Weihnachten 2022 startet unter anderem das Projekt „Violent Night“. Im Jahr 2023 wird das Portfolio nach den aktuellen Plänen ebenfalls um mehr als ein Dutzend Kinofilme anwachsen. Beispiele dafür sind „Oppenheimer“ (geplanter Kinostart Juli 2023) sowie ein weiter Film aus der Reihe „Der Exorzist“. 2024 dürfen sich die Fans der von den Universal Studios gemeinsam mit Original Film produzierten Reihe „Fast & Furious“ freuen, denn dafür stehen gleich zwei Fortsetzungen auf dem Terminkalender. Auch die „Shrek“-Fans sollen mit einem fünften Teil bedacht werden.

Quelle: Universal Studios