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Faktenwissen zum aktuellen Erdbeben in Japan

Dass die Erde nahezu an jeder Stelle der Welt beben kann, das machte am ersten Maiwochende auch das Erdbeben deutlich, das sich südlich der ansonsten sehr ruhigen Region Leipzig ereignet hat. Japan dagegen liegt in einer Region, in der es regelmäßig zu stärkeren Erdbeben kommt. Der wichtigste Auslöser ist dabei die Bewegung der Pazifischen Platte, an deren Rand der Inselstaat Japan auf der Karte zu finden ist. In den letzten Wochen gab es eine signifikant erhöhte Erdbebentätigkeit an den Grenzen der Pazifischen Platte.

An welchen Stellen bebte die Erde?

Pro Tag werden bis zu zwei Dutzend Erdbeben mit Stärken von mehr als 4,5 auf der nach oben offenen Richterskala rund um die Pazifische Platte registriert. Für neugierige Leser ein kleiner Auszug aus der Statistik des US-Umweltministeriums vom 05. Mai 2014:

– Colchani, Bolivien, Stärke 4,9
– Tual, Indonesien, Stärke 4,7
– Norsup, Vanuatu, Stärke 5,3
– Iquinique, Chile, Stärke 5,4 sowie zwei Beben der Stärke 4,6 und 4,8
– San Luis, Argentinien Stärke 4,7
– Arica, Chile, Stärke 4,7 und 4,8
– Copiapo, Chile, Stärke 4,6
– Avajutla, El Salvador, Stärke 4,5
– Honiara, Solomon Islands, Stärke 5,3
– Ndoi Island, Fiji, Stärke 4,9 (am Tag zuvor Stärke 6,6)
– Ito, Japan, Stärke 6,0
– Sakai, Japan, Stärke 4,6
– Attu Station, Alaska, Stärke 4,6

Die Ursachen der ständigen Erdbeben in dieser Region

Der Hauptgrund der Erdbeben rund um die Pazifische Platte sind die gegenläufigen Bewegungen dieser Platte sowie der Nazca-Platte, der Cocos-Platte, der Philippinischen Platte sowie der Nordamerikanischen und der Australischen Platte. Die Nordamerikanische Platte schiebt die Pazifische Platte in Richtung Nordwesten.

Tektonik an der Pazifischen Platte. Quelle: Wikipedia
Ein Überblick über die Tektonik an der Pazifischen Platte. Quelle: Wikipedia

Die Australische Platte prallt durch die Verschiebung nach Nordosten dagegen. Die Eurasische Platte führt eine leichte Drehbewegung im Uhrzeigersinn aus und sorgt somit ebenfalls für eine Gegenkraft, die sich auch auf die Philippinische Platte mit auswirkt. An der zu Australien und Asien zeigenden Seite der Pazifischen Platte baut sich deshalb ständig ein enorm hoher Druck auf. Allerdings liegen hier die Plattengrenzen zumeist auf Seegebiet, was wiederum für ein hohes Risiko für einen auf ein Erdbeben folgenden Tsunami sorgt. In den USA liegt die Grenze der Pazifischen Platte teilweise auf Landgebiet und ist in Form des San-Andreas-Grabens sehr deutlich sichtbar.