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Auch Großbritannien verschärft Flugsicherheit

Nachdem die USA Beschränkungen bei der Mitnahme von größeren Elektronikgeräten auf einigen Direktflügen aus muslimischen Ländern bekanntgegeben haben, will jetzt auch Großbritannien nachziehen. Begründet wurde das Verbot der Mitnahme von Laptop und Co. mit der Terrorgefahr im Luftverkehr. Die britische Regierung plant jetzt, die Mitnahme von Laptops und Tablets im Handgepäck auf bestimmten Flügen ebenfalls zu verbieten.

Bei welchen Flügen sollen die britischen Einschränkungen greifen?

Wie die britische Regierung mitteilte, sollen Direktflüge aus Ägypten, Jordanien, Tunesien, der Türkei, Saudi-Arabien und dem Libanon nach Großbritannien betroffen sein. Insgesamt sind die Verbindungen von 14 Fluggesellschaften betroffen.

Kritisch betrachtet die Türkei die Einschränkungen. Sie fordert sogar ein Verbot der Beschränkungen von den USA. Der türkische Verkehrsminister Ahmet Arslan forderte die komplette Rücknahme der Beschränkungen, zumindest aber deren nochmalige Überarbeitung. Betroffen ist in der Türkei die Fluggesellschaft Turkish Airlines.

Die USA hatten insgesamt neun Fluggesellschaften, die von Airports im Nahen Osten und Nordafrika direkt in die USA fliegen, die Mitnahme von Tablets und Kameras im Handgepäck bestimmter Passagiere verboten.

In Deutschland sind keine neuen Verbote im Flugverkehr geplant

Aus dem Bundesinnenministerium in Deutschland hieß es, dass man vorab von den USA über die verschärften Sicherheitsmaßnahmen informiert worden sei. Allerdings seien deutsche Flughäfen von den Einschränkungen nicht betroffen. Die USA begründeten ihre neuen Sicherheitsmaßnahmen mit Erkenntnissen seitens der Geheimdienste. Diese gehen davon aus, dass Terroristen versuchen könnten, Sprengsätze in Elektronikgeräten an Bord zu schmuggeln. Die US-Behörden sind an einer raschen Umsetzung interessiert und ließen den Airlines gerade einmal 96 Stunden Zeit, um die neuen Forderungen umzusetzen. Dabei liegt die Verantwortung für die Einhaltung der Regeln bei den Airlines selbst.

Der türkische Verkehrsminister Arslan verwies in seinen Forderungen auf die Folgen für die Passagiere von Turkish Airlines. Sie würden in ihrem Komfort eingeschränkt, auch die Passagierzahlen könnten dadurch zurückgehen. Zudem kritisierte er, dass US-Airlines von den Einschränkungen nicht betroffen sind. Dies begründen die USA damit, dass US-Airlines keine Direktflüge von den betreffenden zehn Flughäfen aus in die USA anbieten.

Deutschland bestätigte zwischenzeitlich, dass man keine neuen Verbote für das Handgepäck auf Flugreisen plane, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums noch einmal klarstellte.

Quelle: AFP