Antibiotika-Alternativen im Überblick

Dass Antibiotika zu häufig verschrieben werden und damit den mittlerweile antibiotikaresistenten Keimen Tür und Tor geöffnet wird, ist allgemein bekannt. Grund genug, sich mit Alternativen zu den umstrittenen Medikamenten auseinanderzusetzen.

Honig gegen Wunden

Eine Alternative zu Antibiotika könnte zum Beispiel Honig sein. Der klassische Honig aus dem Supermarkt kommt allerdings nicht infrage, es sollte schon eine spezielle Mischung sein. Gut geeignet sind Mischungen aus neuseeländischen und australischen Honigsorten der Südseemyrte. Sie ist verwandt mit dem Teebaum, dessen Öl schon seit langem in der alternativen Medizin bekannt ist.

Dieser Honig soll eine um das 100-Fache höhere antibiotische Wirkung mitbringen, als klassische Honigsorten. Das Medizinpräparat gilt als keimfrei und kann auf offene Wunden aufgetragen werden. Es soll bis tief in die Wunde hinein wirken und gilt in Deutschland sogar als anerkanntes Wundheilmittel. Demnach tragen auch die Krankenkassen die Kosten für diesen speziellen Honig.

Pflanzliche Medikamente als Antibiotika-Alternative

Auch pflanzliche Medikamente können eine Alternative zu klassischen Antibiotika sein. Kein Wunder, waren pflanzliche Alternativen vor dem Zeitalter der Antibiotika doch weit verbreitet und kennt man die Wirkungen der Heilpflanzen schon seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden.

Auch Schulmediziner wissen um die Bedeutung dieser Arzneimittel. Denn ihnen ist klar: Neue Antibiotika wird es nicht mehr geben, die Zahl der resistenten Keime steigt zunehmend an. Da sucht man nach Alternativen, die eben einfach nur in Vergessenheit geraten sind. Gerade bei Blasenentzündungen kann man pflanzliche Präparate erfolgversprechend einsetzen.

Kupfer als Schutz vor Krankenhauskeimen

Kann ein Metall tatsächlich gegen gesundheitliche Beschwerden helfen? Ja, das meinen zumindest einige Mediziner. Die Kontaktflächen des Inventars in Krankenhäusern, wie Türklinken, Spülkästen und Fenstergriffen werdenin ersten Kliniken mit Kupfer ausgestattet. Wie sich aus Studien der Uni Saarland ergibt, überleben gefährliche Keime auf Kupferoberflächen nicht einmal eine halbe Stunde. Auf Edelstahl bleiben sie deutlich länger lebensfähig.

Weitere Alternativen zu Antibiotika finden sich reihenweise. So wird etwa Oregano gegen parasitäre Einzeller empfohlen. Die neue Grundlage für Antibiotika könnte Muttermilch darstellen und es gibt sogar erste Anzeichen für neue Bakterienfresser. Allerdings konnten sich nur wenige dieser Alternativen bisher durchsetzen. Grund dafür, wie ein Pharmakritiker bestätigt: Antibiotika-Forschung lohnt sich nicht. Die Medikamente werden nur kurzzeitig eingesetzt und daher kann mit ihnen durch die Pharma-Industrie kein dauerhafter Umsatz generiert werden.

Quelle: WDR