Riesige Waldbrände toben in Frankreich und Spanien und bedrohen mittlerweile auch große Metropolen wie beispielsweise Bordeaux. Deutschland muss sich ebenfalls darauf einstellen, dass
Wie werden sich der Graslandfeuerindex und die Waldbrandwarnstufen entwickeln?
Schon jetzt (Dienstag, 28. Juli 2026) gilt beim Graslandfeuerindex in Deutschland flächendeckend die Warnstufe 3. Einzig in Teilen von Schleswig-Holstein sieht es noch etwas besser aus. Im äußersten Westen von Baden-Württemberg musste bereits die Warnstufe 4 ausgerufen werden. Einen vorläufigen Höhepunkt der Risiken beim Graslandfeuerindex berechnet der DWD für Donnerstag (30. Juli 2026). Dann wird flächendeckend die Warnstufe 4 gelten. Für Freitag ist lediglich eine leichte Entspannung für die Nordhälfte Deutschlands in Sicht.
Derzeit gilt die Waldbrandwarnstufe 4 lediglich punktuell in Baden-Württemberg, im Westen von Bayern sowie im äußersten Süden von Hessen. Für die restlichen Gebiete der Südhälfte Deutschlands weist der DWD die Waldbrandwarnstufe 3 aus. In der Nordhälfte ist die Lage noch entspannt, aber auch das wird sich in der zweiten Hälfte der Kalenderwoche 31/2026 ändern. Der nächste Höhepunkt wird ebenfalls der Donnerstag (30. Juli 2026) sein. Dann ist damit zu rechnen, dass punktuell sogar die Waldbrandwarnstufe 5 ausgerufen werden muss. Dabei sind vor allem die Regionen betroffen, in denen aktuell bereits die Warnstufe 4 gilt.
Dürre macht Deutschland massiv zu schaffen
In vielen Regionen ist der Wert des sogenannten Welkepunkts (pflanzenverfügbare Feuchtigkeit bis in eine Tiefe von etwa 25 Zentimetern) bereits unterschritten. Das geht aus den Daten des Dürremonitors des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung hervor. Ein Blick auf die Feuchtigkeit des Bodens bis in 1,80 Meter Tiefe zeichnet ein noch schlimmeres Bild. In den letzten zwei Wochen war es im gesamten süddeutschen Raum sowie in Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern so trocken, wie es in einem halben Jahrhundert statistisch nur 1 x vorkommt. Besonders stark betroffen sind die südlichen Teile von Baden-Württemberg und Bayern. Für die landwirtschaftlichen Betriebe ist das eine Katastrophe, weil aufgrund von extrem niedrigen Flusspegeln vielerorts bereits Wasserentnahmeverbote verhängt worden sind. Ein Beispiel ist die Elbe, die in Dresden laut den Prognosen am Donnerstag (30. Juli 2026) gerade einmal noch rund 82 Kubikmeter Wasser pro Sekunde transportieren wird. Der normale Wert bei mittlerem Wasserstand liegt bei knapp 330 Kubikmetern pro Sekunde. In vielen anderen Flüssen ist die Entwicklung ähnlich bedrohlich.
Quelle: Helmholtz-Zentrum, DWD, Landeshochwasserzentralen

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