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Wie stehen die Deutschen zum Mindestlohn und zur Grundrente?

Die Antworten auf diese Frage liefert eine aktuelle Umfrage, die im Auftrag der ARD von Infratest Dimap durchgeführt wurde. Dabei sprach sich eine Mehrheit für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung aus.

Die Umfrage gehört zu den regelmäßigen Erhebungen, welche die ARD unter dem Motto „DeutschlandTrend“ durchführen lässt. Dabei standen diesmal die Themen Altersvorsorge, Mindestlohn und Sanktionen beim Bezug von Hartz IV im Mittelpunkt.

Deutsche sehen Mängel bei der Altersversorgung

Bei der aktuellen Umfrage gaben 53 Prozent der Probanden den persönlichen Eindruck an, bei der finanziellen Versorgung im Alter noch Lücken zu haben. Doch es gibt einen interessanten Trend. Der Anteil derjenigen, die sich ausreichend abgesichert fühlen, stieg im Vergleich zu den letzten Umfragen um 18 Prozent auf nunmehr 46 Prozent. Eine Grundrente nach 35 Versicherungsjahren befürworten in der Umfrage 67 Prozent der Probanden. 29 Prozent der Befragten halten das für den falschen Weg. Bei den Gegnern einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung unterscheiden sich die Anteile nach dem Wahlverhalten. 40 Prozent der Anhänger der CDU/CSU sprachen sich gegen eine solche Grundrente für Geringverdiener aus. Bei den SDP-Anhängern waren es nur 25 Prozent. Bei der Rentenpolitik ist das Vertrauen in die einzelnen Parteien insgesamt nicht sehr groß. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, die langfristige Sicherung der Renten keiner Partei zuzutrauen. Den größten Vertrauensvorschuss bekommen an dieser Stelle die CDU/CSU (23 Prozent) und die SPD (22 Prozent).

Mindestlohnerhöhung findet mehr Zuspruch als die Grundrente

Eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns könnte das Rentenproblem bei den Geringverdienern deutlich verkleinern. Mit dem Lohn steigen auch die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sowie in der Folge die erworbenen Rentenentgeltpunkte und die später zu erwartende Rente. Deshalb halten 80 Prozent der Befragten eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde für den richtigen Weg. Nur 18 Prozent sprachen sich dagegen aus. Die restlichen zwei Prozent haben dazu keine eigene Meinung. Obwohl der Umgang mit den Sanktionen beim Bezug von Hartz IV ständig heftig diskutiert wird, gaben 62 Prozent der Befragten an, gegen eine Abschaffung dieser Sanktionen zu sein. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede bei den Anhängern der verschiedenen Parteien. 41 Prozent der SPD-Stammwähler wollen solche Sanktionen abschaffen. Unter den befragten Anhängern der CDU/CSU sind nur 25 Prozent für eine Abschaffung.

Quelle: ARD