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Ursachen der Alzheimer-Erkrankung

Morgen wird weltweit der Welt-Alzheimer-Tag begangen, an dem es das erklärte Ziel ist, auf die Erkrankung und ihre Folgen nicht nur für Betroffene selbst, sondern auch für deren Angehörige hinzuweisen. Grund genug, uns einmal intensiver mit der Erkrankung zu befassen. Denn eine der wichtigsten Fragen rund um die Alzheimer-Krankheit ist die nach den Ursachen.

Grundsätzlich gilt das Absterben von Gehirnzellen als Ursache für die Alzheimer-Krankheit. Dies wird im Computertomogramm deutlich sichtbar – und zwar anhand eines schrumpfenden Gehirns. Wie es allerdings zum Absterben der Hirnzellen kommt, ist bis dato noch nicht vollständig geklärt. Man weiß aber inzwischen, dass sich die Amyloide, also Eiweiß-Spaltprodukte, die bereits von Alois Alzheimer beschrieben wurden, verstärkt im Gehirn ablagern. Diese wiederum sorgen dafür, dass die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen behindert wird. Sie ist aber für Gedächtnisleistungen, Lernprozesse und die allgemeine Orientierung notwendig.

Alzheimer: Nervenzellen können nicht mehr richtig miteinander kommunizieren

Außerdem spielt das Zusammenspiel der Nervenzellen eine wichtige Rolle bei der Alzheimer-Krankheit. So ist dieses bei der Erkrankung gestört. Die Kommunikation zwischen den Neuronen erfolgt über Botenstoffe, die so genannten Transmitter. Sie werden an den Synapsen, über die mehrere Nervenzellen miteinander verbunden sind, abgegeben und binden sich an bestimmte Rezeptoren. Sobald der Botenstoff zum Rezeptor passt, wird von der Nervenzelle ein Signal ausgesendet, wodurch sie kommunizieren kann.

Allerdings gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Neurotransmitter im Gehirn. Insbesondere die Botenstoffe Glutamat und Azetylcholin spielen bei der Alzheimer-Erkrankung eine wichtige Rolle. Letzteres wird bei der Erkrankung in immer geringeren Mengen produziert. Dadurch kommt es zum Botenstoffmangel, der wiederum Lern- und Erinnerungsstörungen mit sich bringt.

Glutamat und Alzheimer

Ebenfalls spielt der Botenstoff Glutamat eine bedeutende Rolle für die Alzheimer-Erkrankung. 70 Prozent der Nervenzellen werden von diesem Neurotransmitter gesteuert. Lern- und Gedächtnisvorgänge können erst mit diesem Botenstoff realisiert werden. Die Glutamatkonzentration ist bei Demenz-Patienten jedoch zwischen den Nervenzellen dauernd erhöht. Dadurch werden die Nervenzellen „dauererregt“. Lernsignale werden somit nicht mehr richtig erkannt und weitergleitet. Irgendwann kann die Nervenzelle zudem der Dauerbelastung nicht mehr standhalten. Sie verliert ihre Funktionsfähigkeit und stirbt schließlich ab.

Je mehr dieser Nervenzellen durch die Überlastung absterben, umso deutlicher machen sich die Symptome der Alzheimer-Krankheit dann bemerkbar. Die Defizite im geistigen und alltäglichen Bereich werden immer deutlicher sichtbar. Medikamente können in diese Vorgänge eingreifen und so die Symptome lindern oder den Krankheitsverlauf verzögern. Gänzlich heilbar ist die Alzheimer-Krankheit bisher aber nicht.

Quelle: Alzheimerinfo