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UEFA will Menschenrechte berücksichtigen

Die Bewerbungen für die Fußball-Europameisterschaft 2024 laufen. Aktuell haben sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Türkei um die Ausrichtung der Spiele beworben. Wie die UEFA jetzt mitteilte, will sie im Wettbewerb zwischen Deutschland und der Türkei auch auf die Einhaltung von Menschenrechten achten. Beide Bewerber müssen demnach erstmals auch Kriterien erfüllen, die auf den UN-Konventionen beruhen, wie die UEFA jetzt mitteilte.

UEFA will härtere Regeln durchsetzen

Zu diesen Kriterien gehören neben der Einhaltung der Menschenrechte auch weitere Compliance-Regeln. Diese schreiben vor, dass sämtliche Gesetze eingehalten werden müssen. Außerdem sollen Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption ergriffen werden. Wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin mitteilte, sei es für die UEFA „unumgänglich“ gewesen, die „konkreten Klauseln zum Respekt und zum Schutz der Menschenrechte in die Anforderungen für Bewerbungen“ für sämtliche Veranstaltungen des Dachverbands mit aufzunehmen.

Diese neuen Regeln könnten insbesondere für die Türkei problematisch werden. Seit dem Putschversuch im vergangenen Juli wurden dort 47.000 Menschen festgenommen. Erdogan geht mit massiver Härte gegen alle Oppositionellen und Kritiker vor. Die Pressefreiheit wurde in der Türkei massiv eingeschränkt, zahlreiche Journalisten sitzen bereits im Gefängnis. Der DFB könnte sich diese Lage zunutze machen.

DFB hat gute Chancen

Experten gehen davon aus, dass der DFB im Wettbewerb um die Fußball-EM 2024 vor allem Themen, wie die politische Stabilität, die Menschenrechte und die Pressefreiheit mit berücksichtigen wird. Reinhard Grindel, DFB-Chef, gab bereits zum Ende der Anmeldefrist an, dass bei einer Austragung der Spiele in Deutschland, die „freiheitlichen Grundrechte“ gelten. Er hatte deren Einhaltung für Presse, Spieler und Fans garantiert. Im September kommenden Jahres fällt die UEFA die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Fußball-EM 2024.

Quelle: dpa