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Stromkunden stehen immer häufiger im Dunkeln

Wenn Stromkunden ihre Rechnungen nicht bezahlen, haben die Anbieter das Recht, den Strom abzustellen. Und von genau diesem Recht müssen sie immer häufiger Gebrauch machen. Alleine im vergangenen Jahr mussten die Netzbetreiber laut F.A.Z.-Angaben 352.000 Mal den Strom anschalten. Die F.A.Z. beruft sich dabei auf Zahlen eines Monitoring-Berichts der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts zum Energiemarkt.

Stromsperre – Androhung reicht oft aus

Allerdings ging aus dem Bericht auch hervor, dass die Androhung einer Stromsperre oft schon ausreicht, um die Kunden zur Zahlung zu bewegen. Den aktuellen Zahlen zufolge, haben die Versorger 2014 gut 6,3 Millionen der blauen Briefe verschickt, da die Kunden mit mehr als 100 Euro im Rückstand waren.

Die Zahlen steigen dabei seit Jahren kontinuierlich. 2011 gab es rund 312.100 Stromsperren, ein Jahr später 321.500 und 2013 bereits 344.800 Stromsperren. Allerdings ist die Zahl der blauen Briefe im Jahr 2014 leicht zurückgegangen. Ein Jahr zuvor wurden noch knapp sieben Millionen dieser Androhungen verschickt.

Auch Gaskunden müssen mit Sperrung rechnen

Doch nicht nur Stromkunden sind von den Sperren betroffen, auch Gaskunden kann es treffen. Wie die F.A.Z. berichtete, wurden 2014 46.500 Gassperren eingerichtet. Das sind 600 Sperrungen mehr als noch 2013, die Zahl der Fälle ist somit um 1,3 Prozent angestiegen. Der Anstieg innerhalb der letzten vier Jahre lag dagegen bei fast 40 Prozent.

Auch hier ergab sich eine kontinuierliche Steigerung von 33.600 Sperren in 2011, auf 39.300 Sperren in 2012 und 45.900 Sperren in 2013.

Quelle: T-Online