Fans trauern um den „französischen Elvis“

Den Spitznamen „französischer Elvis“ erhielt der Sänger Johnny Hallyday, der im Jahr 1943 in Paris mit dem bürgerlichen Namen Jean-Philippe Smet das Licht der Welt erblickte. Hallyday schloss in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember 2017 für immer seine Augen. Sein Tod ist eine Folge des erfolglosen Kampfes gegen eine Krebserkrankung. Der Sänger war weit über Frankreich hinaus bekannt durch seine Cover-Versionen berühmter Rock-and-Roll-Stars wie Elvis Presley, Eddie Cochrane und Gene Vincent. Im Laufe seiner Karriere hat er weltweit mehr als 110 Millionen Tonträger verkauft.

Welches Lebenswerk hinterließ Johnny Hallyday?

Johnny Hallyday nahm im Laufe seiner Karriere rund sechzig Studioalben auf. Das erste Studioalbum erschien im Jahr 1960 mit dem Titel „Hello Johnny“. Zu seinen letzten musikalischen Werken gehören die Studioalben „“L’attente“, „Rester vivant“ und „De l’amour“. Außerdem versorgte er seine Fans mit rund dreißig Livealben. Das erste Livealbum kam 1961 unter dem Titel „Johnny et ses fans auf festival de Rock’n Roll“ auf den Markt. Nur ein Jahr vor seinem Tod veröffentliche Johnny Hallyday das Livealbum „Rester vivant“.

Die Verkaufszahlen der Musik von Johnny Hallyday sind mehr als beeindruckend. Im Frankreich räumte er zehn diamantene Schallplatten ab. Allein dort kommen 48 Platin-Schallplatten, mehr als fünfzig goldene Schallplatten und fünf Silber-Schallplatten hinzu. Seine Musik war auch in Belgien und der Schweiz sehr beliebt. In Belgien gab es mehr als ein Dutzend goldene Schallplatten und vier Platin-Exemplare. Außerdem erhielt das französische Multitalent im Jahr 2003 den Jean Gabin Award.

Johnny Hallyday war Sänger und Schauspieler

Doch Johnny Hallyday war nicht nur als Musiker aktiv, sondern betätigte sich außerdem als Schauspieler. Insgesamt wirkte er an mehr als dreißig Filmen und Serien mit. Sein schauspielerisches Debüt gab er im Jahr 1955 im Streifen „Die Teuflischen“. Danach folgen Rollen beispielsweise in den Filmen „Fahrt zur Hölle ihr Halunken“, „Die Entführer lassen grüßen“, „Ein irrer Typ“ und „Ehrbare Ganoven“. Im Jahr 1989 bekam der Franzose seine erste Hauptrolle in einer Serie. Nach der Jahrtausendwende wirkte er unter Anderen an den Filmen „Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse“ und „Der rosarote Panther 2“ mit. Seine Songs wurden in knapp fünfzig Filmen und Serien als Soundtracks verwendet.

Quelle: AFP, imdb, infodisc.fr