Droht dem Woodstock-Festival im 50. Jahr das Aus?

Das nächste Woodstock-Festival ist für den 16. bis 18. August 2019 geplant. Doch vier Wochen vor dem Start steht immer noch nicht fest, ob es stattfinden kann.

Sollte das Woodstock-Festival 2019 tatsächlich ausfallen, wäre das sehr traurig für die Veranstalter, die Künstler und die Fans. In diesem Jahr feiert das Festival sein 50. Jubiläum, weshalb auch der Name „Woodstock 50“ für das diesjährige Event gewählt wurde.

Weshalb könnte Woodstock 50 ersatzlos ausfallen?

Schon zu Jahresbeginn 2019 wurde bekannt, dass die Veranstalter finanzielle und organisatorische Probleme haben. Sie geben jedoch auf ihrer offiziellen Homepage an, dass zumindest die Finanzierungslücken dank der Unterstützung vom mehr als 100.000 Fans geschlossen werden konnten. Dafür spricht die Tatsache, dass viele der gebuchten Künstler ihre Gagen bereits im Voraus bekommen haben. Zusätzlich wurden 32 Millionen Dollar auf einem Treuhandkonto für die Deckung aller anderen Kosten hinterlegt. Die Finanzierung von Woodstock 50 scheint also gesichert zu sein. Zu den gebuchten Künstlern gehören beispielsweise Jay-Z und Miley Cirrus.

Woodstock 50 wird wahrscheinlich an organisatorischen Problemen scheitern

Doch nun ergibt sich ein weiteres Problem. Die Veranstalter erhalten keine Genehmigung für eine Location. Am 16. Juli 2019 lehnte die Stadtverwaltung von Vernon im US-Bundesstaat New York auch den dritten Antrag der Veranstalter von Woodstock 50 für eine Location in Upstate ab. Obwohl es einige potenzielle Standorte gibt, an denen das Festival stattfinden könnte, scheint es aktuell keine Alternative zu geben. Die Veranstalter benötigen eine Location, die im Optimalfall bis zu 65.000 Gäste aufnehmen kann. Inzwischen wären sie sogar zur Begrenzung auf 30.000 Besucher bereit.

Eine Komplettabsage wäre zu diesem vorgerückten Zeitpunkt für die Veranstalter eine wirtschaftliche Katastrophe und würde das komplette Aus für das Woodstock-Festival bedeuten. Die Veranstalter hätten bei einer Absage ihrerseits einen Großteil der Kosten trotzdem tragen, ohne sie mit Einnahmen aus den Ticketverkäufen decken zu können. Zu diesen Kosten gehören auch die mit den Künstlern vereinbarten Entgelte aufgrund der möglichen Vertragsstrafen. Diese Verträge enthalten zusätzlich Bindungen an einem bestimmten Auftrittsort. Das heißt, die Veranstalter können mit Woodstock 50 auch nicht ohne erhebliche Zusatzkosten in eine andere Stadt umziehen. Ihre einzige Hoffnung ist ein behördliches Verbot des Events, was ihnen zumindest die Vertragsstrafen ersparen würde. Doch danach sieht es nicht aus. Deshalb bemühen sich die Veranstalter darum, doch noch kurzfristig eine Lösung zu finden.

Quelle: Woodstock