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Der Wanderzirkus steht in den USA vor dem kompletten Aus | Alltagsmagazin.de

Der Wanderzirkus steht in den USA vor dem kompletten Aus

In den USA haben sich 25 Politiker und Juristen zusammengeschlossen, um den „Traveling Exotic Animal and Public Safety Protection Act“ (kurz TEAPSPA) auf den Weg zu bringen. Danach soll der Einsatz von wilden und exotischen Tieren in einem Wanderzirkus in den gesamten USA verboten werden. In einigen Regionen der Vereinigten Staaten gibt es derartige Verbote schon. Dazu gehören beispielsweise San Francisco und Los Angeles. Geht der Gesetzesentwurf zum verbesserten Tierschutz durch, stehen 19 Wanderzirkusse vor dem Aus. Dort sind derzeit noch über 200 Bären, Großkatzen, Kamele und Elefanten im Einsatz.

Warum soll der Tierschutz auf diese Weise gestärkt werden?

Vor allem in einem Wanderzirkus können weder eine angemessene und artgerechte Unterbringung noch ein für die Tiere nicht gesundheitsschädlicher Transport gewährleistet werden. Außerdem wurde bei den Untersuchungen durch die Veterinäre der Tierschutzorganisationen immer wieder gesundheitliche Schäden festgestellt, die durch das im Zirkustraining und in den Vorstellungen notwendige Einnehmen unnatürlicher Haltungen entstehen. Als Beispiele benannte der Tierschützer Wayne Pacelle auf Plattformen balancierende Elefanten und durch Feuerreifen springende Großkatzen. Jan Creamer, einer der Juristen, die sich für TEAPSPA einsetzen, bemängelte außerdem die Methoden, die beim Training der Tiere eingesetzt werden. Er sagte in seinem seiner Statements wörtlich, dass „wilde Tiere im Zirkus nicht in eine fortgeschrittene und zivilisierte Gesellschaft“ gehören.

Welche Rolle spielt der Ringling Circus?

Im Jahr 2011 sorgten die im Ringling Circus angewendeten und von den Tierschützern als grausam eingestuften Methoden der Ausbildung von Elefanten für eine Welle der Aufmerksamkeit. Dagegen wurden reihenweise Petitionen eingereicht. Das Resultat der Offenlegung war, dass der Ringling Circus seine 13 Elefanten komplett aus dem Programm nahm. Die Aufführungen mit Großkatzen und anderen Wildtieren wurden beibehalten. Beides zusammen sorgte dafür, dass der größte Wanderzirkus der USA massive Einbrüche bei den Ticketverkäufen hinnehmen musste. Sie waren so erheblich, dass sich die Manegenvorhänge beim Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus im Mai 2017 letztmalig öffneten. Er kann zum Zeitpunkt der Schließung auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurückblicken, denn er ging aus der 1851 von Phineas Taylor Barnum ins Leben gerufenen Wandermenagerie hervor. Der Wanderzirkus gehört von 1971 bis 1982 zum Spielzeughersteller Mattel.

Quelle: nationalgeographic.com