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Animal Hoarding: 28 Degus befreit

Geht es um Animal Hoarding, denken die meisten Menschen sofort an Unmengen von Katzen und/oder Hunden auf engstem Raum. Tiermessies machen aber keine Unterschiede und so hat die aktion tier jetzt insgesamt 28 Degus aus schlechter Haltung befreit.

Die Tiere kauerten teils verängstigt auf dem Boden ihres Drahtkäfigs oder kletterten an den Gitterstäben nach oben und schrien jämmerlich. Das Inventar des viel zu kleinen Käfigs besteht nur aus einem Stück Holz und ein paar Wassernäpfen. Beschäftigungsmöglichkeiten, Unterschlüpfe, Futter und Einstreu suchten die Tierretter vergeblich.

Tiermessie zeigte sich einsichtig

Gehalten wurden die Tiere von einem jungen Erwerbslosen, der bei seiner Mutter lebte. Die wendete sich schließlich aufgrund des Gestanks an die aktion tier und die Zustände, die die Mitarbeiter vorfinden, sind erschreckend. Zwischen den Tieren findet eine unkontrollierte Vermehrung statt, zwischen den erwachsenen Tieren tummeln sich unzählige Jungtiere unterschiedlichen Alters. Beißereien aufgrund der beengten Verhältnisse sind an der Tagesordnung, sogar tote Tiere liegen im Käfig.

Die Mitarbeiter müssen dem jungen Mann erst einmal klar machen, dass die Tiere neben seinem Bett leiden. Er wird vor die Wahl gestellt: Entweder zeigt ihn aktion tier an oder er übereignet ihnen die Tiere. Schließlich entscheidet sich der Mann für die letzte Variante, woraufhin man die Tiere mitnimmt und sie in Zossen der aktion tier Tierärztin vorstellt.

Bei der Trennung der Nager nach Geschlechtern, um eine weitere Vermehrung zu verhindern, stellt sich heraus, dass die Gruppe aus 13 Weibchen und 15 Männchen besteht. Der Ernährungszustand ist insgesamt ganz gut, allerdings haben viele Tiere nicht die arttypisch gelben, sondern weiße Zähne. Das ist meist ein Hinweis auf eine Mangelerscheinung durch eine nicht artgerechte Fütterung. Narben und geschlitzte Ohren als Folgen von Bissverletzungen sind ebenfalls an der Tagesordnung.

Die Tierärzte behandeln die Nager gegen Ektoparasiten und kennzeichnen jedes Tier mit einem Mikrochip. Auch Kotproben wurden zur Untersuchung gesammelt, bevor die Tiere in die Quarantänestation gebracht wurden. Dabei handelt es sich zwar nur um eine vorübergehende Unterbringung, dennoch muss es für die Tiere ein Paradies sein. Die Gehege sind abwechslungsreich gestaltet, mit Sand zum Baden versehen und mit ausreichend Futter und Heu sowie Grünzeug gefüllt. Die vielen Schlafhäuschen, die zur Verfügung stehen, machen die Einrichtung perfekt.

Was benötigen Degus?

Wer sich selbst für die Haltung der anspruchsvollen Nager, die natürlicherweise in Chile vorkommen, interessiert, sollte sich vorab genau informieren. Degus werden in Deutschland erst seit den 1980er Jahren als Haustiere gehalten. Die sozialen Tiere müssen stets in Gruppen gehalten werden, wobei die Gehege sehr großzügig gestaltet sein sollten. Mindestens 0,5 Quadratmeter Gehege-Grundfläche sollte man einplanen.

Da die Tiere sehr aktiv und neugierig sind, benötigen sie auch einen abwechslungsreich gestalteten Lebensraum. Spielelemente, Schlafhäuschen zum Verstecken, verschiedene Gänge und Laufräder sind weitere sinnvolle Ausstattungsdetails für den Degu-Käfig. Ideal sind Gehege mit mehreren Etagen. Sie können mit kleinen Treppen oder Ästen miteinander verbunden werden, die zum Klettern einladen. Da die Nagetiere, wie der Name schon sagt, alles anknabbern, sollten die Inhalte des Geheges ausschließlich aus natürlichen Materialien, wie Holz oder Stein bestehen. Plastikteile könnten die Nager leicht verschlucken. Degus werden am besten mit Heu, Gräsern und Kräutern sowie Bio-Gemüse gefüttert.

Quelle: aktion tier