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Aldi will Nährwertampel einführen

Bei Verbrauchern ist die Nachfrage nach leicht verständlichen Angaben zum Zucker- oder Fettgehalt, zu den Nährstoffen und Co. in Lebensmitteln groß. Die Regierung zögert bei der Umsetzung noch, anders der Discounter Aldi, der jetzt mit Nutri-Score eine erste Nährwertampel einführen will.

Das geht aus Angaben der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hervor. Demnach sollen sowohl Aldi Süd, als auch Aldi Nord die Nährwertampel einführen. In entsprechenden Schreiben an Foodwatch hieß es von den Aldi-Handelsketten, man unterstütze die geplante Einführung einer entsprechenden Kennzeichnung. Man plane bereits sogar, diese auf „relevanten Eigenmarken-Produkten“ anzubringen.

Rechtsrahmen für Nährwertampel gefordert

Allerdings stellte Aldi für die Einführung der Nutri-Score Nährwertampel auch eine Bedingung: Es müsse ein entsprechender Rechtsrahmen vorhanden sein. Dieser wird allerdings frühestens im kommenden Frühjahr erwartet.

Julia Klöckner, die Bundesernährungsministerin, hat bereits Ende September angekündigt, Nutri-Score in Deutschland einführen zu wollen. Für die Nährwertampel sprach sich auch eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung in einer entsprechenden Umfrage aus. Klöckner plant zwar, die Nährwertampel zeitnah einzuführen, allerdings auf freiwilliger Basis.

Was ist Nutri-Score?

In einigen Ländern Europas wird Nutri-Score bereits genutzt. Auf der Verpackung informiert der Score über Salz-, Zucker- und Fettgehalt des jeweiligen Produktes. Begrüßt werden die Pläne natürlich auch von Foodwatch, wo man schon seit langem für die Einführung einer solchen Kennzeichnung kämpft.

Nach eigenen Angaben hat Foodwatch neben Aldi auch Rewe, Lidl und Edeka zum Nutri-Score befragt. Rewe wollte demnach erst dann eine Entscheidung treffen, wenn ein entsprechendes Regelwerk vorliege. Bei Lidl hieß es, man warte darauf, dass die Regierung „zügig die entsprechenden Rahmenbedingungen“ schaffe. Edeka dagegen will auf die Ergebnisse eines „Praxistests“ warten.

Quelle: AFP